eine angekündigte Tragödie im Süden Bahia

exercito

Anhand der zunehmenden Konflikte zwischen den Tupinambás und Großgrundbesitzern im Süden Bahias hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rouseff vor wenigen Tagen den Ausnahmezustand in der Region einberufen und das Militär damit beauftragt um für Ordnung zu Sorgen. Der einberufene Ausnahmezustand, gemeinsam mit der vor wenigen Tagen getroffen Entscheidung des brasilianischen Justizminister José Eduardo Cardoso der den detailierten Bericht der FUNAI (Nationale Stiftung der Indigenen Völker) nicht anerkannte und sich weigert die indigenen Territoriums der Tupinambás abzugrenzen, erhöht die Brisanz der Situation (https://tbauerblog.wordpress.com/2014/02/18/unverzeihbarer-ruckschlag-fur-die-tupinambas-im-suden-von-bahia/).

Die Situation ist sehr angespannt und die ersten Interventionen des Militärs sprechen eine deutliche Sprache was ihren Auftrag betrifft. Am 20. Februar haben die Soldaten nämlich in der Region von Una im Süden Bahia den 20jährigen Tupinambá F. B. S., der seinen Vater in das nächstgelegene Spital bringen wollte, aufgehalten und zur Rede gestellt. In der Folge haben sie in auf offener Strasse brutal niedergeschlagen und verlangten von ihm das Versteck von Cacique Babau eine Schlüsselfigur im indigenen Widerstandskampf der Tupinambás der mit seinem unermüdlichen Einsatz für die indigenen Rechte undAnspruch auf deren Territoriums den ganzen Hass der Grossgrundbesitzer der Region auf sich gezogen hat,dafür schon mehrmals ins Gefängnis musste, aber immer wieder freigelassen wurde weil man ihm nichts nachweisen konnte – preiszugeben.

Nach dem die Soldaten F. B. S. über längere Zeit festgehalten, geschlagen und eingeschüchtert hatten ohne von ihm etwas über den Aufenthalt von Cacique Babau zu erfahren, verabschiedeten sie sich mit folgenden Worten: “wir werden erst die Region verlassen nachdem wir Babau und seinen Bruder erschossen haben”.

Leider ist anzunehmen das sich diese dramatische Situation in den nächsten Tagen verschlimmern wird und es zu einer wahren Hetzjagd von Seiten der Armee und Grossgrundbesitzer kommen wird. Ziel ist eindeutig die Indigene Bevölkerung einzuschüchtern, sie davon abzubringen sich für ihre Rechte einzusetzen sprich Einforderung ihrer Territoriums und wenn notwendig die Schlüsselfiguren des Widerstandskampf zu ermorden, eine übrigens nur allzu bekannte Strategie.

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