NGO Survival wählt Rassisten des Jahres

Luis Carlos Heinze

Ich bin fast verleitet zu sagen, die Wahl hätte eigentlich gar nicht anders ausgehen können. Den diese Mal wurde der brasilianische Bundestagsabgeordnete und Grossgrundbesitzer Luis Carlos Heinze aus Rio Grande do Sul zum Rassisten des Jahres gekrönt. Er hat sich diesen Titel auch redlich verdient anhand seiner beschämenden Aussagen im brasilianischen Abgeordnetenhaus. So zum Beispiel betonte er unlängst in einer  der live  übertragenen Sitzungen der Abgeordneten: „alle Homosexuellen, alle Indigenen Völker und Quilombolas (geflohene Nachfahren schwarzafrikanischer ehemaliger Sklaven) sind Vagabunde und müssen aus dem Verkehr gezogen werden.“ 

Leider gehören diese Aussagen zum Alltag in Brasilien und meist ohne Konsequenzen für Verantwortlichen. In diesem Fall, hat Luis Carlos Heinze wahrscheinlich nicht damit gerechnet , dass die Medien derzeit wegen der anstehenden Grossereignisse (Fussball-WM, Olympischen Spiele) ihre Augen auf Brasilien gerichtet haben. Somit war der Herr Abgeordnete mit seiner fast alltäglichen Aussagen für ein grosses Medienecho verantwortlich.

In den letzten Ausgaben wurde der Preis von Survival (die sich vor allem für die Indigenen Völker und ihre Rechte einsetzt) an die peruanische Zeitschrift “Correio” und die paraguayische Zeitschrift “La Nación” vergeben. Beide Zeitschriften veröffentlichten Artikel mit Diffamierungen gegen die Indigenen Bevölkerung und bezeichneten sie als “Wilde”, “Primitive” und die “La Nación” verglich sie mit einem grossen Krebsgeschwür im eigenen Land. 

Foto: Antonio Augusto/ Câmara dos Deputados

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