vom Leben neben der Uranmine…

Liebe FreundeInnen,

heute möchte ich Euch mitnehmen nach Caetité, 800km entfernt von Salvador, im Landesinneren von Bahia. In dieser Region existiert die derzeit einzige aktive Uranmine Lateinamerikas. Die INB (Indústrias Nucleares do Brasil) baut hier jährlich 400 Tonnen Urankonzentrat ab. Die Ziele der INB liegen hoch, den in den nächsten Jahren soll der Abbau verdoppelt werden. Brasilien distanziert sich somit, im Gegensatz vieler Länder die nach den letzten Katastrophen wie Fukushima, deren gesamte Auswirkungen bis heute noch nicht klar abschätzbar sind, deutlich. Den so wie es scheint gibt es zum Teil bereits ein Umdenken.

Die absolut unverantwortliche und fahrlässige Art und Weise des Abbaus provoziert in dieser Region unbeschreibliche Soziale- und Umweltprobleme. Wir arbeiten seit einigen Jahren mit den Familien aus den umliegenden Dörfern, die von den Behörden nie über die Gefahren und Problematik informiert wurden, zusammen. Nun ist aus dieser Zusammenarbeit und ihrem Widerstand diese Doku entstanden in der die Anwohnerinnen über ihre Lebenssituation berichten.

Ich lade Euch ein, nehmt Euch bitte ein paar Minuten Zeit, zum zuhören und mitfühlen, den es handelt sich um eine menschliche Tragödie ohne gleichen – „INB: a vida no entorno da mina de urânio (mit deutschen UT)

Aus gegebenem Anlass, den der aktuelle Vertrag des deutsch-brasilianischen Atomvertrages endet mit November diesen Jahres, ist die Doku übrigens Teil einer der Veranstaltungen  im Rahmen der Nunca Mais – Brasilientage, organisiert von der Heinrich Böll Stiftung, die in Berlin stattfindet. Zu sehen am:

DI, 08. APRIL 2014 | 19.30 UHR | HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG, BERLIN

STRAHLENDE GESCHÄFTE

DAS DEUTSCH-BRASILIANISCHE ATOMABENTEUER

Diskussionsabend mit Chico Whitaker (Architekt, Mitglied der brasilianischen Kommission Gerechtigkeit und Frieden), Marijane Vieira Lisboa (Soziologin, Pontifícia Universidade Católica de São Paulo), Jürgen Trittin, (MdB, Bündnis 90/Die Grünen, ehemaliger Umweltminister) und Dawid Bartelt (Leiter des Brasilienbüros der Heinrich-Böll-Stiftung, Rio de Janeiro). Gezeigt wird auch der Doku- mentarfilm „Gelber Kuchen, gelbe Kekse. AnwohnerInnen der Uranmine von Caetité im Gespräch“, Dokumentarfilm von Thomas Bauer (CPT Bahia), Brasilien 2013, 12 min.

Ort: Großer Saal, Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Sprache: Simultanübersetzung Deutsch-Portugiesisch | Eintritt: frei
Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit medico international im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage.

Ich bitte Euch die Doku weiterzuteilen, sie auf Eure homepages zu stellen, zu kommentieren und die Situation der AnwohnerInnen publik zu machen und so die Familien zu unterstützen und ihnen Kraft zu geben. Sie sind auf unsere Hilfe angewiesen!

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