Modeunternehmen ZARA in zweiter Instanz wegen sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in Brasilien verurteilt!

Loja Zara - Mário RodriguesZara - trabalho escravo

Eines der größten Modeunternehmen der Welt – das spanische Modeimperium ZARA, wurde im August nach einer Untersuchung der Mitarbeiter des Arbeitsinspektorates aufgrund von schweren Verstößen der arbeitsrechtlichen Normen verurteilt. Damals wurden 15 bolivianische ArbeiterInnen aus sklavenähnlichen und absolut entwürdigenden Arbeitsverhältnissen aus den Nähstuben in der Stadt São Paulo befreit. Die versuche des Unternehmens dieses Urteil anzufechten und aufzuheben hat fehlgeschlagen. In seiner Entscheidung bestätigte der Richter Alvaro de Oliveira Simses Emanuel, vom 3. Arbeitsgericht in São Paulo das Urteil.

Das Modeunternehmen ZARA hatte Einspruch erhoben und behauptet von diesen Arbeitsbedingungen nichts gewusst zu haben, da sie die Produktion an die Firma AHA ausgelagert hatten. In seiner Entscheidung betonte der Richter, das die Modefirma die volle Verantwortung dafür zu tragen hat. Weiters kritisierte es den Versuch sich aus der Affäre zu ziehen und klassifizierte die Argumente als eklatanten Betrug.

Laut dem ZARA – Vertreter Raúl Estradera wird das Modeunternehmen die Entscheidung nicht akzeptieren und versuchen auf nächster Instanz das Urteil zu stürzen. Vorerst allerdings muss das Modeimperium neuerlich damit rechnen auf der „lista suja“ (=dreckige Liste), erstellt vom brasilianischen Arbeitsministerium, angeführt zu werden. Dort befinden sie sich übrigens in guter Begleitung, den insgesamt zählt die Liste 579 Firmennahmen.

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