wenn der Reichtum zum Fluch wird!

Acute in Latin

In ihrem gestern (15. April 2014) veröffentlichten Bericht weist die Menschenrechtsorganisation Global Witness auf die 908 Menschen hin, die zwischen 2002 – 2013 aufgrund der Verteidigung ihrer Territoriums, der Umwelt und Ressourcen ums Leben gekommen sind. Laut den Verantwortlichen der Studie ist es: „dringend notwendig Maßnahmen zu ergreifen zum Schutz dieser Menschen und die Verantwortlichen für die Ermordungen dürfen nicht weiter straflos davonkommen.“

Brasilien ist dabei mit Abstand das gefährlichste Pflaster für alle Land- und Umweltaktivisten. Den hier wurden in diesem Zeitraum fast die Hälfte, nämlich 448 aller Morde ausgeführt (Honduras 109, Filipinas 67). Die Tendenz zeigt das Anhand der steigenden Nachfrage von Rohstoffen, seltenen Erden, Mineralien,… die Auseinandersetzungen sich in den nächsten Jahren zunehmend verschärfen werden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, ausschliesslich im Jahr 2012 kam es zu 147 Ermordungen, das sind fast dreimal so viel wie im Jahr 2002. Dabei ist die Straflosigkeit die Regel, im Zeitraum von 2002 – 2013 wurden nur 10 Verantwortliche für ihre Straftaten verurteilt. Davon betroffen sind in erster Linie indigene Völker, traditionelle Bauern, Umweltschützer und Aktivisten in Lateinamerika und Asien.

Abschliessend betonte Global Witness in ihrer offiziellen Pressemitteilung: „wir hoffen, dass unsere Untersuchungen dazu dienen, Bewusstsein zu wecken bei den Regierungen aller Länder und der internationalen Gemeinschaft.“

Den ganzen Bericht gibt es unter:

http://www.globalwitness.org/deadlyenvironment/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s