Konflikte betreffen vorwiegend Gebiete in denen das brasilianische Programm für beschleunigtes Wachstum forciert wird

Dom Enemésio

Laut der diese Woche veröffentlichten Konfliktbroschüre der Land-, Wasser- und Arbeitskonflikte der Landpastoralkommission gibt es einen leichten Rückgang der Zahlen zu vermerken. Im Jahr 2013 kam es zu 1.266 registrierten Konflikten, das sind um 98 weniger als im Vorjahr, den da waren es insgesamt 1.364. Hervorzuheben ist dabei, das es sich in den meisten Fällen um Landkonflikte und Landraub geht. Davon betroffen waren rund 574tausend Familien in allen Bundesländern Brasiliens. Leider forderten diese Konflikte neuerlich 34 Menschenleben (im Jahr 2012 waren es 36).

In diesem Zusammenhang besonders auffällig ist die Tatsache, das viele dieser Konflikte in direktem Kontakt mit dem brasilianischen Programm für beschleunigtes Wachstum (=PAC), forciert von der Regierung, stehen. Laut Enemésio Lazaris, Präsident der Landpastoralkommission und Bischof der Diözese Balsas im Bundesland Maranhão: “das aktuelle Programm für beschleunigtes Wachstum nimmt keine Rücksicht auf die Familien vorort. Das Programm ist wie eine grosse Walze die einfach über Familien darüberfährt ohne in ihre Rechte zu respektieren.” 

Auffallend dabei ist das im letzten Jahr vor allem die Konflikte in indigenen Territoriums stark angestiegen sind. So kam zu insgesamt zu 205 gewalttätigen Auseinandersetzungen in denen verschiedene indigene Völker, vor allem in den Bundesländern von Bahia und Mato Grosso, betroffen waren. Mit ein Grund für diesen deutlichen Anstieg dürften die 62 Versuche der Rückeroberung verschiedener indigener Territoriums gewesen sein.

Was die Wasserkonflikte betrifft kann man in der Broschüre mitverfolgen das es eine Steigerung von 32% gab. Zum einen handelte es sich bei diesen insgesamt 104 Konflikten, um Überschwemmungen wegen der langanhaltenden Regenperioden – vor allem im Süden – und zum anderen um Konflikte wegen der Wasserknappheit anhand der lang anhaltenden Trockenzeit – in diesem Fall im Nordosten und Norden des Landes. Davon betroffen waren alles in allem über 31tausend Familien

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