Yamana Gold zeigt sich unbeeindruckt von den Protesten und Umweltauflagen

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Als wäre der Schwerverkehr, der trotz richterlicher Anordnung nicht mehr mitten durch die Dörfer rollen dürfte, nicht schon ausreichend. Der Lärm und Staub ist furchtbar! Jetzt bohren sie zusätzlich noch ein Loch für eine neue Galerie über unseren Köpfen!” erzählten mir die Anrainer der Gemeinde Jabuticaba bei meinem gestrigen Besuch. Die über 150 Familien sind verzweifelt. Sie wissen sich kaum noch Rat gegenüber den massiven Belastungen denen sie seit Jahren ausgesetzt sind.

Die Situation verschlimmert sich von Tag zu Tag. Im acht-Stunden Takt werden die Familien durch die Sprengungen aufgescheucht und alle Hausmauern sind bis zum Fundament mit Rissen versehen. Das Trinkwasser ist mit Schwermetallen verseucht und immer wieder finden sich Spuren von Motor- und Getriebeöl der Arbeitsmaschinen. Benedito, einer der Anrainer erzählt: “Diese neue Galerie bereitet uns grosse Unannehmlichkeiten. Letzte Woche kam es zu einer derart starken Detonation das ich mich zum ersten Mal wirklich gefürchtet habe. Die Erde bebte so stark das wir alle aus unseren Häusern ins freie gestürzt sind”. Die neue Galerie befindet sich weniger wie ein Kilometer der Gemeinde entfernt.

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Der kontinuierliche Lärm der Bohrungen die sich über 24-Stunden – Tag sowie Nacht, über das Tal ausbreitet – raubt den Bewohnern_innen schon seit Monaten den Schlaf. Vor kurzem hat der für Umweltfragen zuständige Staatsanwalt Pablo Almeida, aufgrund unserer Anzeige, eine Anhörung einberufen. Die Verantwortlichen der Yamana Gold zeigten sich äusserst unbesorgt und haben das ganze mit den Worten, ist doch nicht so schlimm, abgetan. Aus diesem Grund forderte die Staatsanwaltschaft eine Messung des Lärmpegels die noch in der selben Nacht durchgeführt wurde. Obwohl mittlerweile, anhand der Messwerte bewiesen ist das der Lärmpegel um ein vielfaches höher ist wie erlaubt, wurde von Seiten der Firma nichts unternommen. Der Beschluss der Staatsanwaltschaft die Umweltauflagen und den Lärmpegel, unter zivil- und strafrechtlicher Haftung einzuhalten, lässt die Verantwortlichen des kanadischen Unternehmens weiterhin unberührt.

Beschluss der Staatsanwaltschaft: http://www.mpba.mp.br/visualizar.asp?cont=5378#imprimir

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