Am 11.11. – 11.111 mal geklickt… oder, alles dem Christian seine “Schuld”!

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Wer mich persönlich kennt, oder hier schon einen meiner Beiträge gelesen hat, der hat wahrscheinlich schon bemerkt, dass ich von Natur aus ein misstrauischer Mensch bin. Wenn man allerdings den Zahlen und Statistiken glauben schenken darf – und das mit dem 11.11. und den 11.111 ist kein Fake – dann denke ich, ist diese rege Besucherzahl – meines vor elf Monaten gestarteten – PIRAMA-Blogs, doch Grund zu großer Freude.

In diesem Sinne ist es an der Zeit mich hier einmal ausdrücklich bei Euch allen, die mir und meinen Gedanken, Erlebnissen und Informationen in dieser hektischen, schnelllebigen Zeit ein paar Minuten schenken, recht herzlich zu bedanken. Oder wie man hier in Brasilien sagt: Valeu, muito obrigado!

Warum schreibt man eigentlich einen Blog? In meinem Fall, ist einer der Hauptgründe, den direkt Betroffenen, den Minderheiten mit denen ich tagtäglich in Kontakt stehe eine Stimme geben zu können. Ihre Lebenssituationen, ihre Leiden und Freuden – aus einem Brasilien, das wahrscheinlich nicht so viele kennen – sind ebenfalls Teil dieses reichen Landes, sowie unserer globalisierten Welt und sie haben ein Recht darauf anerkannt, respektiert – und auch gehört, oder wie im vorliegenden Falle, gelesen – zu werden.

Zusätzlich denke ich, dass ich in meiner Arbeit – der sogenannten Entwicklungszusammenarbeit, ein Wort das ich nicht so passend finde, da ich denke niemand muss mehr entwickelt werden, viel mehr aber braucht es den respektvollen Dialog, die Akzeptanz des Anderen, den Austausch der gemeinsamen Erfahrungen, die Vernetzung und das Verstehen der Zusammenhänge um die notwendigen Veränderungen zu erzielen – auch eine Art Brückenfunktion inne habe.

Weiters gibt mir dieser Blog auch die Möglichkeit mich auszutauschen, über Gesehenes und Erlebtes nachzudenken, dies zu verarbeiten, nicht ausgesprochene Situationen anzusprechen, über die Zäune und Grenzen zu schauen, Zusammenhänge aufzuzeigen und vor allem klar Position zu beziehen, immer anhand der Realität auf die ich tagtäglich treffe und die sich vielfach nicht mit den “offiziellen Nachrichten” und wie darüber berichtet wird deckt.

Position zu beziehen, einen Standpunkt vertreten, ist gerade in unserer heutigen Zeit, in der man immer wieder hört, das geht doch mich nichts an, oder, da kann ich eh nichts dagegen ausrichten, sehr wichtig. Denn wenn man einfach wegschaut, dann kann es einem sehr schnell passieren, das jemand anderer den Stift in die Hand nimmt um über das Geschehene zu schreiben. Möglicherweise allerdings wird er die Geschichte dann aus seiner Sichtweise zu Papier bringen und wenn Du dann unzufrieden den Stift in die Hand nehmen möchtest, weil Du ja selbst schreiben kannst und vielleicht selbst Teil der Geschichte bist, dann will er Dir den Stift nicht mehr zurückgeben.

Ach ja, und was hat dies nun alles mit dem Christian zu tun? Warum ist alles seine “Schuld”?

Weil es an einem schönen heißen Sommerabend in der Stadt João Pessoa war, nach gut zwei Wochen in denen wir gemeinsam unterwegs waren, als der Christian, Freund und Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Dreikönigsaktion auf einmal mit dieser Blog-Idee daher kam. Ihm habt ihr es somit zu verdanken, dass ich Euch vor einigen Monaten einfach überfallen habe, und ihr seit dem immer wieder meine Gedanken zu lesen bekommt. Allerdings, wer eine gute Idee hat, wird natürlich immer eingebunden, und das heißt in diesem Fall, dass er mich seit Beginn unterstützt um die Beiträge lesbar – den deutsch für einen Vorarlberger der seit fast 20 Jahren in Brasilien lebt ist fast wie eine Fremdsprache – und verständlich zu gestalten.

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