2015 – ein Jahr das schwarz trug

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Das  Jahr 2015 war für uns ein schweres, intensives und vor allem sehr konfliktreiches Jahr. Ein Jahr das regelrecht im schwermetalverseuchten Schlamm, der 19 Menschen in den Tod riss, ganze Dörfer wie Bento Rodrigues und alles was im Weg lag zerstörte, endete.

Die 50 Bauern und Menschenrechtsaktivisten die vor allem im Kampf um ihre Rechte auf Land ums Leben kamen sind hier allerdings nicht mit eingerechnet. Die Zahl der Ermordungen, wie in unserer jährlich veröffentlichten Konfliktbroschüren nachzulesen ist, hat sich im Vergleich zum Vorjahr explosionsartig um 14 Ermordungen erhöht. So viele Menschen die ihr Leben in diesem äußerst ungleichen Kampf verloren haben, gab es seit 2004 nicht mehr.

Dafür verantwortlich ist für allem die Agrarwirtschaft, allen voran der Sojaboom sowie die steigende Nachfrage nach Fleisch. Gemeinsam mit neuen Bergbauprojekten und der illegalen Abholzung des Regenwaldes geht ihre Expansion sprichwörtlich über Leichen und hinterlässt eine blutgetränkte Erde.

Auch die steigende Zahl der Wasserkonflikte, insgesamt 135, ist sehr beunruhigend. Seit dem wir diese Art von Konflikten zählen und auflisten war die Anzahl noch nie so hoch. Ausschließlich im Bundesland Minas Gerais kam es zu 54 Konflikten im letzten Jahr, unter anderem auch dem Dammbruch und kriminellen Vorgehen des Bergbaukonsortiums Samarco-BHP-Vale in Mariana.

Insgesamt waren dabei im Vorjahr 816.837 Menschen auf 21.387.160 Hektar Land betroffen. Im Vergleich dazu, es handelt sich dabei um eine Fläche die rund zweieinhalb Mal so groß ist wie ganz Österreich.

Für die nächsten Jahre gibt es kaum Hoffnung auf Besserung. Die politischen Eliten, mitverantwortlich für das eingeleitete Amtsentbehungsverfahren der Präsidentin Dilma, verstehen es wie eh und je die politische Krise für ihre Interessen auszunutzen. Sie starten neuerlich durch und versuchen um jeden Preis alles zu Gunsten der Großgrundbesitzer, der “Ruralistas“ – einzuvernehmen.

 

Deine Spende an die CPT hilft uns dabei diesen Menschen zu ihrem Recht auf ein Stück Land zu verhelfen:

Hypo Bank Höchst, Spendenkonto Brasilien – IBAN: AT655800000536495126/ SWIFT-Code: HYPVAT2B

 

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