Demarcation NOW!

Über 25 Brasilianische Künstler/Innen machen sich mit diesem absolut sehens- und vor allem hörenswerten Lied stark für die Rechte der Indigenen Völker ihres Landes. Dabei geht es um den Rechtsanspruch auf ihre Territorien, ein in der Verfassung garantiertes Recht, das die Regierung jedoch illegitimerweise ignoriert.

Zu viele Indigene habe schon ihr Leben im Überlebenskampf um ihrer Territorien verloren, daher: DEMARCATION NOW!

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35x Film ab!

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Als wir am 13. März im ausverkauften Rechbauerkino in Graz die Premiere meiner Doku “SOJA: Der Fleisch gewordene Wahnsinn” feierten, war ich doch recht überrascht über den großen Publikumsandrang: Der Saal war zum bersten voll. Zu meiner Freude sollte sich dies auch während der restlichen Filmaufführungen auf meiner Tour quer durch Österreich wiederholen.

Ohne das vorab in mich gesetzte Vertrauen von Welthaus Graz – allen voran Sigrun Zwanzger und Markus Meister – wäre es kaum zu diesem Filmprojekt gekommen. Besonders wichtig war mir dabei auch den konkreten Zusammenhang mit Österreich, den hier zu Lande verwendeten Futtermittel und unserem Fleischkonsum herzustellen. Nicht, dass ich selbst auf gutes Fleisch verzichten möchte. Doch denke ich darf es ruhig weniger sein, den die durchschnittlichen 60kg pro Kopf und Nase im Jahr tun weder der Umwelt, weder den Menschen in den Anbaugebieten noch unserer Gesundheit gut.

Die gut besuchten Veranstaltungen und Filmvorführungen (über 2000 Menschen in einem Monat) in Landwirtschaftsschulen, Hotelfachschulen und öffentlichen Vorführungen in der Steiermark, Oberösterreich, Wien, Niederösterreich, Salzburg, Innsbruck und Vorarlberg lassen darauf schliessen das dieses Thema die Meschen bewegt. Bewusst zu konsumieren, zu wissen von wo/wem man es einkauft, weniger ist mehr, waren dabei nur einige der anschliessenden Diskussionspunkte. Die katastrophalen im Film gezeigten Auswirkungen auf Mensch und Natur in Brasilien haben sehr viel Betroffenheit unter den Zuschauern ausgelöst.

Für Alle die keine Zeit und Möglichkeit gefunden haben an einem der Filmabende teilzunehmen gibt es die Doku “SOJA: Der Fleisch gewordene Wahnsinn” nun auch online zum nachschauen. Viel Spass! Über feedbacks jeder Art freue ich mich ganz besonders.

„Von Tag zu Tag“: Soja-Anbau und seine Folgen

Impactos Soja Welthaus Graz (6 de 62)

Gestern Nachmittag hatte ich das Vergnügen mit Johann Kneihs während der Sendung „Von Tag zu Tag“ auf Ö1, 14:05-14:40, über die Folgen des Soja-Anbau in Brasilien zu sprechen.

Unter diesem link gibt es die Sendung noch für fünf Tage zum nachhören:

http://oe1.orf.at/programm/461831

Damiana findet keinen Frieden

Zeltlager

Einmal mehr droht den Familien rund um die bescheidene, niemals aufgebende hagere Schamanin Damiana, die Vertreibung! Laut der ausgestellten Verfügung müssen sie binnen fünf Tagen nach Erhalt des Räumungsbefehles ihre Siedlung, das Land ihrer Ahnen, verlassen.

Ich kann mich noch gut erinnern als ich im letzten November, an einem furchtbar feucht-schwülen Tag in der ärgsten Mittagshitze das indigene Gebiet Apyka’iTekoha, im Bezirk Dourados in Mato Grosso do Sul betrat. Der trostlose Anblick des einfachen Zeltlagers, der insgesamt neun Familien die unermüdlich aushaarten, war für uns Alle – ich war unterwegs mit Angela Kemper und Christian Herret von unserer Partnerorganisation der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar und des steirischen ORF Teams, verantwortlich für den am Neujahrstag ausgestrahlten Film: Hilfe unter gutem Stern – Hinter Brasiliens Kulissen –  keine einfache Sache.

Damiana und die Familien leben hier auf diesem von ihnen wiederbesetzten Gebiet, eingekreist zwischen den ins unendlich reichenden Zuckerrohrfeldern der Firma Bumlai. Der Zuckerbaron José Carlos Bumlai des Agrartreibstoffunternehmens ist ein persönlicher Freund des brasilianischen Ex-Präsidenten Luis Inacio “Lula” da Silva und hat sich in selbstverständlicher Manier über das indigene Territorium der Guarani-Kaiowá ausgebreitet.

Damiana

“Die Zuckerrohrplantagen behindern uns. Und wir haben keinen Platz, um zu pflanzen. Weil alles voll mit Zuckerrohr ist. Zuckerrohr hat keinen Wert für uns Indigene. Den Weißen bringt es was. Den Indios nichts. Wer keine Zähne hat, der kann nicht einmal ins Zuckerrohr beißen.” erzählt uns Damiana während wir den lokalen Friedhof aufsuchen. Der Friedhof ist voll mit ihren Liebsten. Acht Familienangehörige mussten in dem Konflikt bereits ihr Leben lassen, wurden für das Zuckerrohr getötet. Ihre Hütten wurden in Brand gesetzt, ihr Trinkwasser ist durch Pestizide vergiftet. Trotzdem betont Damiana: “Warum soll ich von hier wieder weg, ich geh nicht wieder weg, das ist ein altes indigenes Gebiet, die Wurzeln meines Vaters sind hier. Und ich will in der Nähe meines Vaters bleiben.Ich werde von hier nie mehr weg. Warum auch?”

Doch neuerlich scheint, dass der Bundesrichter Fábio Kaiut Nunes – trotz des bereits eingeleiteten Verfahrens der Indigenen auf Anspruch auf das Land ihrer Ahnen – ohne den Einspruch der Staatsanwaltschaft zu respektieren, einen weiteren Etappensieg für die Agrarriesen einfahren wird.

Dies ist allerdings nicht weiter verwunderlich, da es sich um denselben Richter handelt, der vor einiger Zeit einen ähnlichen Prozess einfach mit der Begründung: „ich sehe keine Chance die Verbrechen gegen die Indigenen zu stoppen” einfach annullierte. Ein regelrechter Freibrief für jedes weitere kriminelle Verhalten!

2015 – ein Jahr das schwarz trug

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Das  Jahr 2015 war für uns ein schweres, intensives und vor allem sehr konfliktreiches Jahr. Ein Jahr das regelrecht im schwermetalverseuchten Schlamm, der 19 Menschen in den Tod riss, ganze Dörfer wie Bento Rodrigues und alles was im Weg lag zerstörte, endete.

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What else? In Deinem Nespresso steckt Sklavenarbeit

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Laut dem Bericht „Bitterer Kaffee“ der dänischen NGO DanWatch – verantwortlich für die über sieben Monate andauernden Untersuchungen auf brasilianischen Kaffeeplantagen – verwendet auch Nestlé Kaffeebohnen die unter unmenschlichen oder sklavenähnlichen Verhältnissen geerntet wurden.

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Blacklist Sklavenarbeit – von Belo Monte bis Olympia

Erntehelfer beim Mittagessen (Foto: João Zinclar)

Erntehelfer beim Mittagessen (Foto: João Zinclar)

Ich weiss nicht wie ihr es empfindet, aber ich habe das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben in der uns tagtäglich immer mehr Informationen überspülen und es immer schwieriger wird den Überblick zu bewahren. Zeitgleich werden uns allerdings von der Politik, den Medien und der Wirtschaft wichtige Informationen und kritische Blicke bei heiklen Themen vorenthalten.

Zum Glück funktioniert dies nicht immer!

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Es ist unser Territorium

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Die Klimaanlage im Gerichtszimmer der Stadt Dourados in Mato Grosso do Sul läuft auf Hochtouren. Während, der Assistent die Namen der im Prozess involvierten Personen aufruft, überfliegt der Richter nochmals kurz die Akten des Straffverfahrens. Vorgeladen sind. Angeklagter: Großgrundbesitzer. Kläger: Staatsanwalt der Republik Brasilien. Die Anklage im Strafverfahren lautet: unerlaubter Einsatz von giftigen Pestiziden im Wohngebiet.

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Brasiliens unverzeihbarer Völkermord

Foto: Cris Freitas via CIMI

Foto: Cris Freitas via CIMI

Liebe FreundeInnen,

heute möchte ich Euch diese wichtige Nachricht (die ich aus dem portugiesischen übersetzt habe) die mich über einen meiner Freunde aus Mato Grosso do Sul erreicht hat weiterleiten. Es ist für uns alle wichtig, das diese Situation in der ganzen Welt bekannt gemacht wird. Ich bitte Euch somit sie an Eure FreundeInnen weiterzuleiten und zu -teilen. In der Hoffnung das es uns somit gelingt die brasilianische Regierung und Bevölkerung zum Handeln zu zwingen.

Wir sind alle Indigene. Angesichts der grausamen Völkermorde an den Indigenen Völkern Brasiliens fordern die Sozialen- und Gewerkschaftsbewegungen von Mato Grosso do Sul eine parlamentarische Untersuchungskommission

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Die Zeiten werden härter, die Zahlen werden größer

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Allein im Jahr 2014 waren insgesamt 817.102 Personen in 1.286 Konflikte auf brasilianischem Territorium involviert. Dies sind um 20 Konflikte mehr als im Jahr zuvor. Dabei haben. Dabei haben 36 Menschen (im Jahr 2013 waren es 34) ihr Leben verloren. Die Anzahl von Ermordungen hätte allerdings leicht noch viel höher ausfallen können, denn insgesamt wurden auf zusätzlich 56 Menschen Anschläge verübt.

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