Massaker: die Pädagogik des Terrors

33714262_1907737375963046_5611279114712383488_nDas Jahr 2017 wurde von Massakern auf dem Land geprägt. Insgesamt kam es zu fünf Massakern mit 31 Opfern, das entspricht 44% aller Morde auf dem Land. In der ersten Hälfte des Jahres 2017, in etwas mehr als einem Monat, ereigneten sich die Massaker von Colniza, Vilhena und Pau D’Arco mit 22 Toten.

„Massaker: die Pädagogik des Terrors“ weiterlesen

Advertisements

Quer durch die Monokulturwüsten

©Thomas Bauer

Nach über 20 Tagen und fast 5.000km quer durch die Bauerndörfer, die dem Sojameer trotzen, ist Das-nach-Hause-Kommen gar nicht so einfach. Die Anmaßung und Selbstgefälligkeit sowie die Gewalt der Großgrundbesitzer, provoziert durch den unermüdlich scheinenden Wunsch der Gewinnvermehrung, ist einfach immer wieder erschreckend und macht mich wütend.

„Quer durch die Monokulturwüsten“ weiterlesen

Frei Henri ist unter uns, wir spüren den Puls seines Herzens

©Thomas BauerFrei Henri de Roziers, französischer Dominikanerpriester und Rechtsanwalt, übersiedelte in den 1970er Jahren nach Brasilien. In den folgenden 40 Jahren engagierte er sich in der CPT (=Landpastoralkommission) und begleitete die armen Bauern und Bäuerinnen im Bundesstaat Tocantins und Pará im konfliktreichen Norden Brasiliens. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er in Frankreich. Er vestarb im November 2017. Doch sein Wunsch war es, inmitten der Bauern und Bäuerinnen begraben zu werden.

„Frei Henri ist unter uns, wir spüren den Puls seines Herzens“ weiterlesen

Ein langer Weg zu Recht und Gerechtigkeit

©Thomas BauerVor knapp einem Jahr wurden in Pau D´Árco im brasilianischen Bundesstaat Pará zehn Kleinbäuerinnen und -bauern von Polizisten erschossen. Nun begann in der Kleinstadt Redenção der Prozess. Ein Bericht direkt aus dem Gerichtssaal.

„Ein langer Weg zu Recht und Gerechtigkeit“ weiterlesen

Widerstand in schwierigen Zeiten

Jeden abend um 17.00 Uhr versammeln sie sich in der S-Kurve an der Bundesstraße BR-155. Es sind Mitglieder der Landlosenbewegung MST, die vom nahegelegenen 13° Acampamento Pedagógico der Jugendlichen Oziel Alves Pereira kommen und sich dort in Gedenken an die 19 Ermordeten des Massaker Eldorado dos Carajás zusammenfinden und die vielbefahrene Bundesstraße für genau 19 Minuten blockieren. Die hier versammelten Jugendlichen haben einen zum Teil weiten Weg hinter sich und haben dafür keine Mühen gescheut, um aus den Nachbarbundesländern Maranhão und Tocantins extra anzureisen.

„Widerstand in schwierigen Zeiten“ weiterlesen

Beginn des Gerichtverfahren gegen die angeklagten Polizisten des Massakers Pau D´Árco

Unknown3
Mahnwache nach dem Massaker in Pau D´Árco, Redenção, Pará (Foto: CPT Nacional)

Seit Montag dieser Woche finden in Redenção, im Süden von Pará, die Anhörungen der Zeugen undAngeklagten des Massakers von Pau D´Árco statt. Bei dem Massaker am 24. Mai 2017 waren zehn Kleinbauern (09 Männer und 01 Frau) von der lokalen Polizei regelrecht exekutiert worden. Von den 29 beteiligten Polizeibeamten aus Redenção, Conceição do Araguaia und Xinguara sitzen 17 seit September vergangenen Jahres in Haft.

„Beginn des Gerichtverfahren gegen die angeklagten Polizisten des Massakers Pau D´Árco“ weiterlesen

Intrige der Großfarmer: Pater Amaro, Koordinator der Landpastorale CPT in Anapu, Pará, verhaftet

Padre_Amaro12
Gegen die Ungerechtigkeiten auf dem Land, wir fordern die Freiheit von Pater Amaro!

„Intrige der Großfarmer: Pater Amaro, Koordinator der Landpastorale CPT in Anapu, Pará, verhaftet“ weiterlesen

Landraub für Bewässerungsprojekt

Traditionelle Gemeinden verlieren ihr gemeinschaftlich genutztes Land

II Mutirão de reflorestamento do Rio Utinga e lançamento da Campanha de Conservação da bacia do Rio Paraguaçu
Rinderherde eines Bauern im Gebiet Baixio de Irece (Foto: Thomas Bauer)

In Bahia sorgt das seit Jahren von der Politik in Brasília vorangetriebene Umleitungsprojekt des Baixio de Irece weiter für Ärger. Nun sind es die Comunidades de Fundo de Pasto, die sich dagegen zur Wehr setzen, dass sie ihr zuvor gemeinschaftliche genutztes „Funde de Pasto“-Land (in etwa Allmende-Land) für das Bewässerungsprojekt verlieren.

„Landraub für Bewässerungsprojekt“ weiterlesen

Betroffene fragen: Wo bleibt Recht und Gerechtigkeit?“

Am 5. November jährt sich zum zweiten Mal die Tragödie von Mariana. Am jenem Donnerstag im Jahr 2015 brach der Damm des Rückhaltebeckens der Eisenerz-Mine der Firma Samarco nahe der Kleinstadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Millionen von Kubikkilometern gefährlichem Bergwerksschlamm machten sich auf den 680 Kilometer langen Weg bis zum Meer. Auf diesem Weg begrub ein Tsunami aus Schlamm Menschen, Häuser, Kirchen und ganze Dörfer unter sich. Der Schlamm tötete 19 Menschen. Er verseuchte das Wasser und den Boden für unabsehbare Zukunft. Die Katastrophe von Mariana gilt als die „größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Brasiliens“ Dieses … Betroffene fragen: Wo bleibt Recht und Gerechtigkeit?“ weiterlesen

Zwei Jahre nach dem Dammbruch des Bergbaukonzerns Samarco warten die Menschen noch immer auf Gerechtigkeit

Am 5. November 2015 brach bei Mariana im Bundesstaat Minas Gerais ein Bergwerksdeponiebecken der Firma Samarco, deren Anteilseigner die brasilianische Firma Vale und die anglo-australische BHP Billiton sind. 62 Millionen Kubikmeter giftigen Schlamms fluteten den Fluss Rio Doce (=Süßer Fluß) auf gut 800km Länge. Das Dorf Bento Rodrigues wurde komplett zerstört, ähnlich erging es den Dörfern Paracatu de Baixo und Gesteira. 19 Menschen kamen dabei ums Leben. Zwei Jahre sind seit dem Dammbruch vergangen, der von Brasiliens sozialen Bewegungen als das schlimmste Umweltverbrechen in der Geschichte des Landes bezeichnet wird. Zwei Jahre ist es nun her, dass die Bewohner*innen den … Zwei Jahre nach dem Dammbruch des Bergbaukonzerns Samarco warten die Menschen noch immer auf Gerechtigkeit weiterlesen