Mit schwarzen Plastiksäcken und Kreuzen

Flash Mob da CPT Bahia e parceiros para denunciar os Conflitos no Campo_Salvador_tB (136 de 167)

Foto: Thomas Bauer

Bekleidet mit schwarzen Plastiksäcken und Kreuzen in den Händen haben wir – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CPT (=Landpastoralkomission) und unserer Partnerorganisationen – im Zentrum von Salvador/ Bahia den 61 Ermordeten im letzten Jahr gedacht.

Mit einem Flashmob haben wir auf die steigende Gewalt im Zusammenhang mit den Land- und Wasserkonflikten hingewiesen. Allein im Jahr 2016 kam es laut unserer jährlich veröffentlichten Konfliktbroschüre zu 1079 Konflikten. So viele gab es seit 32 Jahren nicht mehr. Dabei wurden insgesamt 61 Menschen ermordet, 11 Menschen mehr wie im Jahr zuvor als 50 Menschen ermordet wurden.

Der Bundesstaat Bahia befindet sich, wie in den letzten Jahren wieder unter den gewaltsamsten Regionen. Insgesamt 102 der 1.079 Konflikte haben sich hier ereignet. Im Vergleich mit dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 76% die vier Menschen das Leben gekostet haben. Bei allein 24 dieser Konflikte ging es um den Zugang zu Wasser bei denen 4.000 Familien betroffen waren.

Diese Eskalation der Konflikte und Gewalt auf dem Land hängt eng mit der politischen Krise Brasiliens zusammen. Der illegale parlamentarische Putsch und die letzten Angriffe der illegitimen Regierung Temer, auf die Mindestrechte – Reform der Sozialversicherung zu Lasten der Schwächsten, Rentenkürzungen, Einschränkung der Arbeitsrechte… – sowie die allgemein bekannte Straflosigkeit heizen die Stimmung zusätzlich auf.“

2015 – ein Jahr das schwarz trug

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Das  Jahr 2015 war für uns ein schweres, intensives und vor allem sehr konfliktreiches Jahr. Ein Jahr das regelrecht im schwermetalverseuchten Schlamm, der 19 Menschen in den Tod riss, ganze Dörfer wie Bento Rodrigues und alles was im Weg lag zerstörte, endete.

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Dokumentarfilm „Pater Alfred Haasler o. Cist. – Missionar von ganzem Herzen“

Ich gebe zu, dass die Fertigstellung dieser Doku nicht einfach war, aber zugleich auch absolut spannend. Als mich Pater Josef Hehenberger vor zwei Jahren fragt ob ich mir vorstellen könnte einen Film über das Leben und die Arbeit von Pater Alfred Haasler zu drehen, kamen mir Zweifel ob der Aufgabe gerecht werden könnte. Nach einigem grübeln nahm ich diese Herausforderung an, und heute bin ich froh über diese Entscheidung.

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“Saubere Energie” raubt den Schlaf vieler…

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die Windparks breiten sich aus…

Neuerlich war ich unterwegs in der Region von Caetité (640 km von Salvador entfernt) um die von Windparks betroffenen Familien zu besuchen. Vorallem wollte ich dieses mal wissen, wie es den Familien geht, bei denen ich vor fast drei Jahren für die Doku “Windenergie: die Jagd nach dem Wind” gefilmt habe.

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Blacklist Sklavenarbeit – von Belo Monte bis Olympia

Erntehelfer beim Mittagessen (Foto: João Zinclar)

Erntehelfer beim Mittagessen (Foto: João Zinclar)

Ich weiss nicht wie ihr es empfindet, aber ich habe das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben in der uns tagtäglich immer mehr Informationen überspülen und es immer schwieriger wird den Überblick zu bewahren. Zeitgleich werden uns allerdings von der Politik, den Medien und der Wirtschaft wichtige Informationen und kritische Blicke bei heiklen Themen vorenthalten.

Zum Glück funktioniert dies nicht immer!

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Frohe Weihnachten, Feliz Natal

Frohe-Weihnachten-Feliz-Natal-2016

Was für eine Erleichterung! Als ich dieses Foto von Seu Adelino bei im zuhause geschossen habe, war die Lage sehr angespannt. Seit 13 Jahren hat er und 11 andere Familien ein Stück brachliegendes Land besetzt und fruchtbar gemacht. Am Tag der Aufnahme wurde ihnen der Räumungsbefehl übergeben. Es handelte sich um den insgesamt vierten, ausgestellt vom lokalen Richter in Jacobina. Den Familien war die Hoffnungslosigkeit ins Gesicht geschrieben. Was dann folgte war eine Woche die es für alle Beteiligten in sich hatte. Dank des Einsatzes des gesamten CPT Teams gelang es uns allerdings gemeinsam mit den Familien im letzten Moment den Räumungsbefehl zu suspendieren. Einmal mehr hat sich der Widerstand somit ausgezahlt und dies soll uns Mut geben für das kommende Jahr!

Diene Spende an die CPT hilft uns dabei Menschen wie Seu Adelino zu ihrem Recht auf ein Stück Land zu verhelfen.

Hypo Bank Höchst, Spendenkonto Brasilien – IBAN: AT655800000536495126/ SWIFT-Code: HYPVAT2B

Fotostrecke unserer 38° Wallfahrt in Bom Jesus da Lapa, Bahia

Kreuzweg während der Wallfahrt

Kreuzweg während der Wallfahrt

Die seit 38 Jahren jährlich stattfindende Wallfahrt in Bom Jesus da Lapa am Ufer des São Francisco-Flusses, ist ein religiöses Treffen an dem tausende Menschen teilnehmen. Diese von uns, der Landpastoralkommission Bahia gemeinsam mit den Diözesen Bom Jesus da Lapa, Barreiras, Barra, Irecê, Vitória da Conquista und Caetité organisierte Wallfahrt ist die älteste dieser Art in Brasilien. Es ist ein einzigartiger Raum, in dem die Religiösitat, der Glaube vermischt mit den Alltagsfreuden und Sorgen der jeweiligen Lebenssituation jedes einzelnen vermischt wird und die Reflexionen der einfachen auf dem Land lebenden Bauern und Bäuerinnen in den Gewölben der Felsen zu hören sind. Der Schwerpunkt liegt dabei immer beim Schutz, der Verteidigung des Landes und der bewohnten Territorien, der Wasserquellen und Flüsse sowie dem Leben in Einklang mit Mensch und Natur. Dieses Jahr hatte ich die Ehre – oder Verantwortung – unsere Wallfahrt in Bildern festzuhalten die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ihr findet die selben unter dem unten angeführten link:

Fotostrecke unserer 38° Wallfahrt in Bom Jesus da Lapa – Bahia

Mitgehangen, mitgefangen! Oder wie wird man zum Erzfeind eines Multis

 Der respektvolle Umgang mit unseren Mitarbeitern und Angestellten, ihre Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, sowie die umliegenden Dorfbewohnern steht bei uns an erster Stelle.

„Der respektvolle Umgang mit unseren Mitarbeitern und Angestellten, ihre Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, sowie die umliegenden Dorfbewohner stehen bei uns an erster Stelle.“

Liebe Leserin, lieber Leser; Ihr befindet euch in illustrer Gesellschaft! So wie von Euch wird mein Blog auch von den Anwälten der Yamana Gold Inc. gelesen. Einem Konzern der in meiner Heimatstadt auf ziemlich umweltschädigende Art und Weise Gold abbaut. Fans und Feinde gleichzeitig? Wie kommt das?

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Die wundersame Landvermehrung

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Ihr kennt die Geschichte aus der Bibel mit den 5 Broten und 2 Fischen? Wie Jesus damit mehr als 2000 Leute gespeist hat? Ich erzähl euch heute die Geschichte eine wundersamen Landvermehrung. Die allerdings bei weitem nicht so heilig ist, wie das vertraute Gleichnis aus dem neuen Testament.

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Gegen Widerstände der lokalen Bevölkerung weitet Brasilien Uranabbau nach Ceará aus

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Wenn es um Uranabbau und den anschließenden Verarbeitungsprozess des Uranerzkonzentrates “Yellow Cake” geht, verbinden uns – so scheint es mir zumindest – überall auf der Welt, sei es im Niger, Frankreich, Brasilien oder sonstigen Ländern, ähnlich Probleme. Vor allem die absolut fehlende Transparenz und der äußerst unverantwortliche und vielfach kriminelle Vorgang gegenüber den lokalen Bevölkerungsgruppen von Seiten der Politik mit ihren Lobbyisten in Zusammenarbeit mit staatlichen Konzernen wie AREVA, URENCO, INB, … die sich dabei hohe Gewinne und geopolitischen sowie militärischen Einfluss versprechen, sind milde ausgedrückt einfach unverschämt.

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