Vom Staat für tot erklärt

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Ritual im indigenen Dorf Cajueiro Piraí zwei Tage vor dem Massaker/ Foto: Gamela

Es ist für mich sehr schwierig über den Tag des Massakers zu sprechen, denn der Schmerz und die Erinnerung an das vergossene Blut, kommt immer wieder in mir hoch.” Das sind die ersten Worte von Dilma Akroá Gamela, als ich mit ihr über die Ereignisse des 30. April in Viana, im Bundesstaat Maranhão spreche. Dilma war dabei, als 250 Fazendeiros mit Pistolen und Macheten ein Massaker anrichteten. 22 Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Nur einem Wunder ist es zu verdanken, dass keine Todesopfer zu beklagen sind.

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Demarcation NOW!

Über 25 Brasilianische Künstler/Innen machen sich mit diesem absolut sehens- und vor allem hörenswerten Lied stark für die Rechte der Indigenen Völker ihres Landes. Dabei geht es um den Rechtsanspruch auf ihre Territorien, ein in der Verfassung garantiertes Recht, das die Regierung jedoch illegitimerweise ignoriert. Zu viele Indigene habe schon ihr Leben im Überlebenskampf um ihrer Territorien verloren, daher: DEMARCATION NOW! Demarcation NOW! weiterlesen

Soja: der Fleisch gewordene Wahnsinn

Soja: Der Fleisch gewordene Wahnsinn In Österreich essen wir pro Kopf und Jahr mehr als 60 Kilo Fleisch. Doch der hohe Fleischkonsum hat global gravierende Folgen: Das Futter für Rind, Schwein, Geflügel & Co verbraucht zwei Drittel aller fruchtbaren Flächen weltweit. Die EU importiert einen großen Teil der benötigten Futtermittel wie Soja aus anderen Weltgegenden. Welche Folgen der Soja-Boom in den Herkunftsländer hat, zeigt Thomas Bauer in seinem Film am Beispiel Brasiliens auf. Er besucht Kleinbauern, die wegen der riesigen Gensoja-Plantagen ihr Land verloren haben und spricht mit Indigenen, die unter den Folgen der großflächig versprühten Gifte leiden. Zu Wort … Soja: der Fleisch gewordene Wahnsinn weiterlesen

Uran für Strom und Acker – Brasiliens zweite Uranmine bedroht Kleinbauern im Bundesstaat Ceará

Die Sonne steht bereits weit über dem Horizont als ich mich nach gut zwei Stunden Fahrtzeit, über einer staubaufwirbelnden schlechten Landstrasse, dem Dorf Morrinhos nähere. Morrinhos liegt inmitten eines Seitental, die Vegetation ist geprägt durch die bereits Jahre anhaltende Trockenheit. Obwohl, erzählt mir Seu Chicho, mein Begleiter: “Hier entspringen drei der wichtigsten Flüsse des Bundeslandes Ceará, der Aracaú, der Curú und der Barnabuiú.” Durch den ausgebliebenen Regen der letzten Jahren, sammelte sich in ihren Flussläufen allerdings schon lange kein Tropfen Wasser mehr. Kurz vor der Ankunft im Dorf Morrinhos bleiben wir auf einer kleinen Anhöhe stehen. Seu Chico bittet mich … Uran für Strom und Acker – Brasiliens zweite Uranmine bedroht Kleinbauern im Bundesstaat Ceará weiterlesen

Apikay wird geräumt!

Als ich vor ein paar Monaten dieses von den Guarani-Kaiowá wiederbesetzte Gebiet gemeinsam mit unseren Projektpartnern der DKA Christian Herret und Angela Kemper und einem österreichischen ORF-Team besuchte, war ich schockiert vom dem was ich gesehen habe. Die neun Familien lebten unter unmenschlichen Verhältnissen ohne Zugang zu Wasser, Wald, Bildung, Gesundheit,… neun Menschen wurden bereits Opfer und sind an Ort und Stelle gestorben – acht Personen wurden schlichtweg am Strassenrand überfahren und eine weitere Person vergiftet durch die Pestizide die auf den Plantagen rund ihr Zeltlager verwendet wurde … nun wird dieses Gebiet neuerlich durch die Polizei geräumt, es ist … Apikay wird geräumt! weiterlesen

Damiana findet keinen Frieden

Einmal mehr droht den Familien rund um die bescheidene, niemals aufgebende hagere Schamanin Damiana, die Vertreibung! Laut der ausgestellten Verfügung müssen sie binnen fünf Tagen nach Erhalt des Räumungsbefehles ihre Siedlung, das Land ihrer Ahnen, verlassen. Ich kann mich noch gut erinnern als ich im letzten November, an einem furchtbar feucht-schwülen Tag in der ärgsten Mittagshitze das indigene Gebiet Apyka’iTekoha, im Bezirk Dourados in Mato Grosso do Sul betrat. Der trostlose Anblick des einfachen Zeltlagers, der insgesamt neun Familien die unermüdlich aushaarten, war für uns Alle – ich war unterwegs mit Angela Kemper und Christian Herret von unserer Partnerorganisation der … Damiana findet keinen Frieden weiterlesen

2015 – ein Jahr das schwarz trug

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Das  Jahr 2015 war für uns ein schweres, intensives und vor allem sehr konfliktreiches Jahr. Ein Jahr das regelrecht im schwermetalverseuchten Schlamm, der 19 Menschen in den Tod riss, ganze Dörfer wie Bento Rodrigues und alles was im Weg lag zerstörte, endete.

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Es ist unser Territorium

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Die Klimaanlage im Gerichtszimmer der Stadt Dourados in Mato Grosso do Sul läuft auf Hochtouren. Während, der Assistent die Namen der im Prozess involvierten Personen aufruft, überfliegt der Richter nochmals kurz die Akten des Straffverfahrens. Vorgeladen sind. Angeklagter: Großgrundbesitzer. Kläger: Staatsanwalt der Republik Brasilien. Die Anklage im Strafverfahren lautet: unerlaubter Einsatz von giftigen Pestiziden im Wohngebiet.

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Brasiliens unverzeihbarer Völkermord

Foto: Cris Freitas via CIMI
Foto: Cris Freitas via CIMI

Liebe FreundeInnen,

heute möchte ich Euch diese wichtige Nachricht (die ich aus dem portugiesischen übersetzt habe) die mich über einen meiner Freunde aus Mato Grosso do Sul erreicht hat weiterleiten. Es ist für uns alle wichtig, das diese Situation in der ganzen Welt bekannt gemacht wird. Ich bitte Euch somit sie an Eure FreundeInnen weiterzuleiten und zu -teilen. In der Hoffnung das es uns somit gelingt die brasilianische Regierung und Bevölkerung zum Handeln zu zwingen.

Wir sind alle Indigene. Angesichts der grausamen Völkermorde an den Indigenen Völkern Brasiliens fordern die Sozialen- und Gewerkschaftsbewegungen von Mato Grosso do Sul eine parlamentarische Untersuchungskommission

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Die Zeiten werden härter, die Zahlen werden größer

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Allein im Jahr 2014 waren insgesamt 817.102 Personen in 1.286 Konflikte auf brasilianischem Territorium involviert. Dies sind um 20 Konflikte mehr als im Jahr zuvor. Dabei haben. Dabei haben 36 Menschen (im Jahr 2013 waren es 34) ihr Leben verloren. Die Anzahl von Ermordungen hätte allerdings leicht noch viel höher ausfallen können, denn insgesamt wurden auf zusätzlich 56 Menschen Anschläge verübt.

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