Von der Begegnung mit dem junggebliebenen Heilkundigen mit altem Wissen

©Thomas Bauer

Heilkundiger João Vicente da Costa/ Foto: Thomas Bauer

Meine Begegnung mit Seu João wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich treffe den bereits über sechzig Jährigen der zugleich rastlos und sehr ausgeglichen wirkt in Goiás, mitten im brasilianischen Cerrado-Gebiet. Seu João wirkt auf mich wie ein junger, vor Kraft strotzender Mann. Gleich zu Beginn, nach dem ersten Handschlag, beginnt er mir wie ein frisch verliebter Teenager von all der Pflanzenvielfalt und Wichtigkeit dieses Ökosystems zu erzählen.

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Kurzfilm “Monokulturen: die Baumstämme die unsere Toten umringen!”

Vor gut einem Monat habe ich Euch vom Besuch bei den Familien in der Gemeinde Palmeiras, im Bezirk Cordeiros, direkt an der Bundesgrenze zwischen Bahia und Minas Gerais, berichtet. Nun ist es mir gelungen das Filmmaterial zu sichten und zu einem kurzen Video (auf portugiesisch) zu verarbeiten.

An der Grenze zwischen Bahia und Minas Gerais, in den Gerais (=Savanne), befinden sich unzählige Bauerndörfer, die heute zunehmend bedroht sind durch den Fortschritt der Agrarindustrie. Die Agrarkonzerne nehmen dabei kaum Rücksicht auf die Grenzen der Territorien der Bauernfamilien und es kommt zu großen ökologischen und sozialen Konflikten.

So erzählt etwa Seu Joaquim: „zwei Jahre nach dem sie begonnen haben Eukalyptus anzupflanzen ist das Wasser im Fluss versiegt. Zuvor hatten wir immer ausreichend Wasser.“ Trotz dieser bitteren Situation und dem Verlust eines Teils ihrer Wasserquellen geben die Bauernfamilien nicht auf. In diesem Sinne, hoffe ich das dieser Kurzfilm eine Unterstützung ist in ihrem Widerstand und sie somit noch mehr in der breiten Öffentlichkeit auf ihre Probleme und Rechte aufmerksam machen können.

Vom Regen in die Traufe!

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Wir befinden uns in den Gerais, auch Cerrado (=die Savannen Zentral-Brasiliens) genannt, an der Grenze zwischen Bahia und Minas Gerais. Diese wunderschöne Region zeichnet sich aus durch seine sehr alten und tiefgründigen Böden und niedrige knorpelige Vegetation. Alle wichtigen Flüsse Brasiliens entspringen in dieser Vegetation, bekannt für die Fähigkeit durch den porösen teils sandigen Boden das Regenwasser wie einen Schwamm aufzusaugen.

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