Massaker in Mato Grosso (Teil 2)

Sebastião Ferreira de Souza, Izaul Brito dos Santos, Hezekiah Oliveira Santos, Edson Alves Antunes, knarrte Valmir do Nascimento, Samuel Antonio da Cunha, Francisco Chaves da Silva, Fabio Rodrigues dos Santos und Aldo Aparecido Carlini. Das sind die Namen der neun Männer, Landarbeiter und Familienväter, die am Mittwoch den 19 April, im Gebiet Taquaruçu do Norte, in Colniza, Mato Grosso kaltblütig ermordet wurden. Fünf davon wurden in Colniza begraben. Drei weitere wurden im Bezirk Guariba, Mato Grosso begraben, und eine Person im Bundesstaat Rondônia. Die Bilder stammen von Caio Mota, Centro Popular de Audiovisual, und wurden am gestrigen Nachmittag während der … Massaker in Mato Grosso (Teil 2) weiterlesen

Massaker in Mato Grosso

14° Romaria Pau de Colher_Casa Nova_Diocese de Juazeiro_tB (5 de 94).jpgWährend die Welt ihre Aufmerksamkeit nach dem furchtbaren Anschlag auf Paris richtet, ereignete sich gestern, Donnerstag den 20. April, in Colniza, im Bundestaat Mato Grosso, ein schreckliches Massaker. Man spricht von mindestens zehn Ermordeten, darunter auch Kinder und ältere Menschen, die dabei ums Leben gekommen sind.

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„Von Tag zu Tag“: Soja-Anbau und seine Folgen

Gestern Nachmittag hatte ich das Vergnügen mit Johann Kneihs während der Sendung „Von Tag zu Tag“ auf Ö1, 14:05-14:40, über die Folgen des Soja-Anbau in Brasilien zu sprechen. Unter diesem link gibt es die Sendung noch für fünf Tage zum nachhören: http://oe1.orf.at/programm/461831 „Von Tag zu Tag“: Soja-Anbau und seine Folgen weiterlesen

Die Angst vor Cowboystiefel

Ich sitze am Flugplatz von Cuiabá, im Bundesland Mato Grosso, und warte auf den Flieger nach Confresa in der Region Araguaia. Die Hitze ist schon frühmorgens schwer erträglich und es liegt ein milchiger Dunst über der gesamten Region. Mir gegenüber, ein Fazendeiro wie man sich ihn so vorstellt. Lederne Cowboystiefel, Ledergürtel mit schwerer metallener Gürtelschnalle und Cowboyhut. Das Handy permanent am Ohr spricht er vom anstehenden Regen, der Sojaaussaat und des unsicheren Dollarkurses der im den Schlaf raubt. Nach einem seiner Telefonate mustert er mich kurz und zögert nicht mit der Frage wo ich denn hin will? Ich überlege kurz, … Die Angst vor Cowboystiefel weiterlesen

Apikay wird geräumt!

Als ich vor ein paar Monaten dieses von den Guarani-Kaiowá wiederbesetzte Gebiet gemeinsam mit unseren Projektpartnern der DKA Christian Herret und Angela Kemper und einem österreichischen ORF-Team besuchte, war ich schockiert vom dem was ich gesehen habe. Die neun Familien lebten unter unmenschlichen Verhältnissen ohne Zugang zu Wasser, Wald, Bildung, Gesundheit,… neun Menschen wurden bereits Opfer und sind an Ort und Stelle gestorben – acht Personen wurden schlichtweg am Strassenrand überfahren und eine weitere Person vergiftet durch die Pestizide die auf den Plantagen rund ihr Zeltlager verwendet wurde … nun wird dieses Gebiet neuerlich durch die Polizei geräumt, es ist … Apikay wird geräumt! weiterlesen

Damiana findet keinen Frieden

Einmal mehr droht den Familien rund um die bescheidene, niemals aufgebende hagere Schamanin Damiana, die Vertreibung! Laut der ausgestellten Verfügung müssen sie binnen fünf Tagen nach Erhalt des Räumungsbefehles ihre Siedlung, das Land ihrer Ahnen, verlassen. Ich kann mich noch gut erinnern als ich im letzten November, an einem furchtbar feucht-schwülen Tag in der ärgsten Mittagshitze das indigene Gebiet Apyka’iTekoha, im Bezirk Dourados in Mato Grosso do Sul betrat. Der trostlose Anblick des einfachen Zeltlagers, der insgesamt neun Familien die unermüdlich aushaarten, war für uns Alle – ich war unterwegs mit Angela Kemper und Christian Herret von unserer Partnerorganisation der … Damiana findet keinen Frieden weiterlesen

“Saubere Energie” raubt den Schlaf vieler…

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die Windparks breiten sich aus…

Neuerlich war ich unterwegs in der Region von Caetité (640 km von Salvador entfernt) um die von Windparks betroffenen Familien zu besuchen. Vorallem wollte ich dieses mal wissen, wie es den Familien geht, bei denen ich vor fast drei Jahren für die Doku “Windenergie: die Jagd nach dem Wind” gefilmt habe.

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Es ist unser Territorium

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Die Klimaanlage im Gerichtszimmer der Stadt Dourados in Mato Grosso do Sul läuft auf Hochtouren. Während, der Assistent die Namen der im Prozess involvierten Personen aufruft, überfliegt der Richter nochmals kurz die Akten des Straffverfahrens. Vorgeladen sind. Angeklagter: Großgrundbesitzer. Kläger: Staatsanwalt der Republik Brasilien. Die Anklage im Strafverfahren lautet: unerlaubter Einsatz von giftigen Pestiziden im Wohngebiet.

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Die Zeiten werden härter, die Zahlen werden größer

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Allein im Jahr 2014 waren insgesamt 817.102 Personen in 1.286 Konflikte auf brasilianischem Territorium involviert. Dies sind um 20 Konflikte mehr als im Jahr zuvor. Dabei haben. Dabei haben 36 Menschen (im Jahr 2013 waren es 34) ihr Leben verloren. Die Anzahl von Ermordungen hätte allerdings leicht noch viel höher ausfallen können, denn insgesamt wurden auf zusätzlich 56 Menschen Anschläge verübt.

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Über erwünschte und unerwünschte Nebenwirkungen…

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Was macht man mit einem wütenden und aggressiven Großgrundbesitzer, der Dir nachspioniert? Der dich anhand deines Autokennzeichens identifizieren lässt und seinen Angestellten befiehlt dem Pfarrer die Leviten zu lesen, weil der mit mir zusammenarbeitet? Ein bisschen macht es ja auch stolz, denn es zeigt, dass man mit seiner Arbeit anscheinend den richtigen Nerv getroffen hat. Aber so einfach ist das Ganze leider nicht.

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