Frei Henri ist unter uns, wir spüren den Puls seines Herzens

©Thomas BauerFrei Henri de Roziers, französischer Dominikanerpriester und Rechtsanwalt, übersiedelte in den 1970er Jahren nach Brasilien. In den folgenden 40 Jahren engagierte er sich in der CPT (=Landpastoralkommission) und begleitete die armen Bauern und Bäuerinnen im Bundesstaat Tocantins und Pará im konfliktreichen Norden Brasiliens. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er in Frankreich. Er vestarb im November 2017. Doch sein Wunsch war es, inmitten der Bauern und Bäuerinnen begraben zu werden.

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Ein langer Weg zu Recht und Gerechtigkeit

©Thomas BauerVor knapp einem Jahr wurden in Pau D´Árco im brasilianischen Bundesstaat Pará zehn Kleinbäuerinnen und -bauern von Polizisten erschossen. Nun begann in der Kleinstadt Redenção der Prozess. Ein Bericht direkt aus dem Gerichtssaal.

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Widerstand in schwierigen Zeiten

Jeden abend um 17.00 Uhr versammeln sie sich in der S-Kurve an der Bundesstraße BR-155. Es sind Mitglieder der Landlosenbewegung MST, die vom nahegelegenen 13° Acampamento Pedagógico der Jugendlichen Oziel Alves Pereira kommen und sich dort in Gedenken an die 19 Ermordeten des Massaker Eldorado dos Carajás zusammenfinden und die vielbefahrene Bundesstraße für genau 19 Minuten blockieren. Die hier versammelten Jugendlichen haben einen zum Teil weiten Weg hinter sich und haben dafür keine Mühen gescheut, um aus den Nachbarbundesländern Maranhão und Tocantins extra anzureisen.

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Beginn des Gerichtverfahren gegen die angeklagten Polizisten des Massakers Pau D´Árco

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Mahnwache nach dem Massaker in Pau D´Árco, Redenção, Pará (Foto: CPT Nacional)

Seit Montag dieser Woche finden in Redenção, im Süden von Pará, die Anhörungen der Zeugen undAngeklagten des Massakers von Pau D´Árco statt. Bei dem Massaker am 24. Mai 2017 waren zehn Kleinbauern (09 Männer und 01 Frau) von der lokalen Polizei regelrecht exekutiert worden. Von den 29 beteiligten Polizeibeamten aus Redenção, Conceição do Araguaia und Xinguara sitzen 17 seit September vergangenen Jahres in Haft.

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Intrige der Großfarmer: Pater Amaro, Koordinator der Landpastorale CPT in Anapu, Pará, verhaftet

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Gegen die Ungerechtigkeiten auf dem Land, wir fordern die Freiheit von Pater Amaro!

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Die Röhre, die niemand in der Firma kannte

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Quelle: Facebook – Autor unbekannt

(Von Thomas Bauer und Christian Russau)

Aus den Klärschlammbecken der weltgrößten Aluminiumschmelze Alunorte ist toxisches Material ausgetreten. Zuerst wies die der norwegischen Norsk Hydro gehördende Alunorte den Vorwurf weit von sich, musste dann aber eingestehen, dass es vom Klärbecken eine Röhre gab, durch die der Rotschlamm entweichen konnte. Alunorte erklärte, sie habe von der Existenz dieser Röhre nichts gewußt.

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Brasiliens blutgetränkte Erde

UnknownEigentlich bin ich kein Freund von dieser Art von Fotos. Aber das Jahr 2017 scheint als eines der blutigsten Zeiten in die Geschichte einzugehen seit Ende der brasilianischen Militärdiktatur 1985.

Nach den Massakern in Colniza (09 Ermordete), nach dem blutigen Angriff auf Mitglieder des indigenen Volkes der Gamela Ende April dieses Jahres, bei dem es zu Schußverletzungen kam, einem Indigenen wurden die Hände mit der Machete abgeschlagen, hat die Gewalt einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht: Diesen Mittwoch, 24. Mai 2017, wurden 10 Kleinbauern (09 Männer und 01 Frau) während eines Räumungsbefehl in Pau D´Arco, im amazonischen Bundesstaat Pará, von der lokalen Polizei regelrecht exekutiert.

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10 Jahre nach der Ermordung von Schwester Dorothy – oder, wie viel kostet ein Auftragsmord

Dorothy Stang

Der Bundesstaat Pará ist seit vielen Jahren einer der absoluten Spitzenreiter was die Agrarrkonflikte betrifft. Insgesamt haben hier in den letzten 28 Jahren 428 Menschen dabei ihr Leben verloren. Mit ein Grund für die brutalen Ermordungen ist die Straflosigkeit der Verantwortlichen, den nur in 21 all dieser Fälle kam es zu Verurteilungen.

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