Brasiliens Erde ist getränkt von Auftragsmorden

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Ich treffe Zilma im Garten des Hauses ihres Schwagers Manoel. Sie hat sich hierher zurückgezogen, weil sie es nicht mit ansehen will, wenn der Sarg mit ihrem Mann José Raimundo Mota de Souza Júnior, 38 Jahre, vom Leichenbestatter von der Obduktion gebracht wird. Während unserer langen und innigen Umarmung, bei der mir die Worte fehlen, sagt sie mehrmals: „Das hat Júnior nicht verdient, das hat er einfach nicht verdient.“ Júnior wurde vorgestern kaltblütig durch mehrere Schüsse ermordet.

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Wenn Täter zu ihren eigenen Richter werden

Lokalaugenschein in der Gemeinde Bento Rodrigues. Foto Joka Madruga

Lokalaugenschein in der Gemeinde Bento Rodrigues. Foto Joka Madruga

Das Abkommen zwischen der brasilianischen Regierung und dem Bergbauunternehmen Samarco-Vale-BHP Billiton wird gerade weltweit kommentiert. Dass es sich dabei allerdings um einen äußerst fragwürdigen und meines Erachtens kriminellen Akt handelt wird dabei meist verschwiegen.

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10 Jahre nach der Ermordung von Schwester Dorothy – oder, wie viel kostet ein Auftragsmord

Dorothy Stang

Der Bundesstaat Pará ist seit vielen Jahren einer der absoluten Spitzenreiter was die Agrarrkonflikte betrifft. Insgesamt haben hier in den letzten 28 Jahren 428 Menschen dabei ihr Leben verloren. Mit ein Grund für die brutalen Ermordungen ist die Straflosigkeit der Verantwortlichen, den nur in 21 all dieser Fälle kam es zu Verurteilungen.

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