35x Film ab!

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Als wir am 13. März im ausverkauften Rechbauerkino in Graz die Premiere meiner Doku “SOJA: Der Fleisch gewordene Wahnsinn” feierten, war ich doch recht überrascht über den großen Publikumsandrang: Der Saal war zum bersten voll. Zu meiner Freude sollte sich dies auch während der restlichen Filmaufführungen auf meiner Tour quer durch Österreich wiederholen.

Ohne das vorab in mich gesetzte Vertrauen von Welthaus Graz – allen voran Sigrun Zwanzger und Markus Meister – wäre es kaum zu diesem Filmprojekt gekommen. Besonders wichtig war mir dabei auch den konkreten Zusammenhang mit Österreich, den hier zu Lande verwendeten Futtermittel und unserem Fleischkonsum herzustellen. Nicht, dass ich selbst auf gutes Fleisch verzichten möchte. Doch denke ich darf es ruhig weniger sein, den die durchschnittlichen 60kg pro Kopf und Nase im Jahr tun weder der Umwelt, weder den Menschen in den Anbaugebieten noch unserer Gesundheit gut.

Die gut besuchten Veranstaltungen und Filmvorführungen (über 2000 Menschen in einem Monat) in Landwirtschaftsschulen, Hotelfachschulen und öffentlichen Vorführungen in der Steiermark, Oberösterreich, Wien, Niederösterreich, Salzburg, Innsbruck und Vorarlberg lassen darauf schliessen das dieses Thema die Meschen bewegt. Bewusst zu konsumieren, zu wissen von wo/wem man es einkauft, weniger ist mehr, waren dabei nur einige der anschliessenden Diskussionspunkte. Die katastrophalen im Film gezeigten Auswirkungen auf Mensch und Natur in Brasilien haben sehr viel Betroffenheit unter den Zuschauern ausgelöst.

Für Alle die keine Zeit und Möglichkeit gefunden haben an einem der Filmabende teilzunehmen gibt es die Doku “SOJA: Der Fleisch gewordene Wahnsinn” nun auch online zum nachschauen. Viel Spass! Über feedbacks jeder Art freue ich mich ganz besonders.

wenn der Reichtum zum Fluch wird!

Acute in Latin

In ihrem gestern (15. April 2014) veröffentlichten Bericht weist die Menschenrechtsorganisation Global Witness auf die 908 Menschen hin, die zwischen 2002 – 2013 aufgrund der Verteidigung ihrer Territoriums, der Umwelt und Ressourcen ums Leben gekommen sind. Laut den Verantwortlichen der Studie ist es: „dringend notwendig Maßnahmen zu ergreifen zum Schutz dieser Menschen und die Verantwortlichen für die Ermordungen dürfen nicht weiter straflos davonkommen.“

Brasilien ist dabei mit Abstand das gefährlichste Pflaster für alle Land- und Umweltaktivisten. Den hier wurden in diesem Zeitraum fast die Hälfte, nämlich 448 aller Morde ausgeführt (Honduras 109, Filipinas 67). Die Tendenz zeigt das Anhand der steigenden Nachfrage von Rohstoffen, seltenen Erden, Mineralien,… die Auseinandersetzungen sich in den nächsten Jahren zunehmend verschärfen werden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, ausschliesslich im Jahr 2012 kam es zu 147 Ermordungen, das sind fast dreimal so viel wie im Jahr 2002. Dabei ist die Straflosigkeit die Regel, im Zeitraum von 2002 – 2013 wurden nur 10 Verantwortliche für ihre Straftaten verurteilt. Davon betroffen sind in erster Linie indigene Völker, traditionelle Bauern, Umweltschützer und Aktivisten in Lateinamerika und Asien.

Abschliessend betonte Global Witness in ihrer offiziellen Pressemitteilung: „wir hoffen, dass unsere Untersuchungen dazu dienen, Bewusstsein zu wecken bei den Regierungen aller Länder und der internationalen Gemeinschaft.“

Den ganzen Bericht gibt es unter:

http://www.globalwitness.org/deadlyenvironment/