Konzerne produzieren vor allem eines: Heißen Wind!

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Es ist wirklich zum ärgern wie respektlos – um nicht zu sagen, uns für blöd verkaufend – sich ein transnationaler Konzern gegenüber der lokalen Bevölkerung verhalten kann. So auch vor wenigen Tagen, als nach mehreren Anfragen von Seiten des Umweltausschusses der Stadt Jacobina, es zum ersten Treffen zwischen den Konzernen Casa dos Ventos und Andrade Gutierrez sowie besorgten Aussschusmitgliedern kam.

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Vom Winde verweht…

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Die letzten Tage habe ich gemeinsam mit den Mitarbeitern der Landpastoralkommission (=CPT) aus dem Osten Bahias mehrere Dörfer im Hochland des Bezirks Gentio do Ouro (677 km von Salvador entfernt) besucht. Schon seit mehreren Monaten haben uns die Leute aus dieser Region immer wieder angesprochen und um Hilfe gebeten. Die Situation der traditionell angesiedelten Bauernfamilien ist nach unserem Lokalaugenschein noch beunruhigender als ihre bis langen Schilderungen. Hatten sie bis vor wenigen Monaten ein eher ruhiges Leben geführt, hat sich dies mittlerweile schlagartig verändert.

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Dokumentarfilm „Windenergie: die Jagd nach dem Wind“

Encarte DVD - Energia Eólica

Ich hätte mir niemals gedacht euch voller Freude diese Nachricht übermitteln zu dürfen. Meine erste Doku “Windenergie: die Jagd nach dem Wind”, selbst gedreht und geschnitten, wurde vom brasilianischen Umweltministerium (MMA) als einer von 39 Filmen für das nationale Bildungsprogramm “Salas Verdes” ausgewählt (www.mma.gov.br/educacao-ambiental/educomunicacao/circuito-tela-verde/item/9978). Die Doku ist somit Teil des Umwelt- und Bildungsmaterial das in ganz Brasilien an den dafür vorgesehenen Orten ausgestrahlt wird.

In diesem Dokumentarfilm geht es um die sehr brisante Thematik der Windparks. Auf den Anhöhen im Hinterland Bahia werden sie von der Bundesregierung als Fortschritt und notwendig für das Wirtschaftswachstum angepriesen. In weiterer Folge wird versucht die “Grüne Energie” als absolut sauber und ohne Auswirkungen auf Mensch und Natur zu verkaufen.

Dem gegenüber stehen die Aussagen und Konfliktsituationen der Familien die auf dem Land mit diesen Projekten konfrontiert sind und uns in diesem Zusammenhang um Hilfe geboten haben. Sie erzählen von ihren Erfahrungen, wie sie die Ankunft und Versprechungen der transnationalen Konzerne erleben. Dabei ist das unbestritten grösste Probleme für die ländliche Bevölkerung der Landraub ihrer Gemeinschaftsflächen, die falschen Versprechungen von Arbeitsplätzen, der Konflikt rund um die ohnehin knappen Wasserressourcen die vor allem für das Fundament der weißen Riesen gebraucht werden, die Belastung durch den Schwerverkehr, Staub, Gewalt und Prostitution in den Dörfern währen des Aufbaus der Anlagen, die verfassungswidrigen Verträge (über 49 Jahre, mit Strafen in Millionenhöhe falls die Bauern aus dem Vertrag aussteigen möchten, die lächerlichen Pachtbeträge für die Bauern im Vergleich der Einnahmen der Konzerne,…), und vieles mehr. Weiters kommen auch der Umweltverantwortliche der Gemeinde Caetité und ein Uni-Professor zu Wort. Sie erzählen von den konkreten Auswirkungen für Mensch und Natur und das die Windenergie niemals als einzige Energiequelle unsere Probleme lösen kann.

Hier ein besonderer dank an unsere Projektpartner: Welthaus Graz, DKA, Horizont 3000, Sei so Frei, MISEREOR und CAFOD, den ohne ihre Unterstützung wäre es nie möglich gewesen diesem Film zu drehen. Recht herzlichen Dank!

Leider gibt es diese Doku nur als portugiesische Version. Wer Lust hat kann sie sich unter dem folgenden link auf youtube gerne ansehen:

„Uma viagem no rastro dos ventos da Serra Geral na Bahia poderia sugerir aventura, não fossem também rastros de devastação deixados pelos Parques Eólicos. Este vídeo-documentário faz esta viagem e revela o lado sujo da energia gerada dos ventos, decantada pela propaganda de governos e empresas como „energia limpa“. As enormes torres, suas pás e aerogeradores, centenas já erguidas, ocupam grandes áreas e impactam negativamente natureza e comunidades humanas. Mas, são altamente lucrativas. Sua implantação não tem sido muito diferente de outros grandes projetos de energia como as hidrelétricas. Infraestrutura e tecnologia avançada para a aceleração do crescimento econômico não se justificam sem desenvolvimento humano e respeito verdadeiro aos direitos humanos, sociais, culturais e ambientais, como requer o século XXI. Parece ser esta uma das conclusões a que leva este vídeo. Mas, não precisava ser assim…“ – Ruben Siqueira (CPT Bahia)