Mitgehangen, mitgefangen! Oder wie wird man zum Erzfeind eines Multis

 Der respektvolle Umgang mit unseren Mitarbeitern und Angestellten, ihre Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, sowie die umliegenden Dorfbewohnern steht bei uns an erster Stelle.

„Der respektvolle Umgang mit unseren Mitarbeitern und Angestellten, ihre Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, sowie die umliegenden Dorfbewohner stehen bei uns an erster Stelle.“

Liebe Leserin, lieber Leser; Ihr befindet euch in illustrer Gesellschaft! So wie von Euch wird mein Blog auch von den Anwälten der Yamana Gold Inc. gelesen. Einem Konzern der in meiner Heimatstadt auf ziemlich umweltschädigende Art und Weise Gold abbaut. Fans und Feinde gleichzeitig? Wie kommt das?

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Wenn sie Geld verlieren, sprechen sie mit uns!

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Immer öfter versuchen wir in unserer Arbeit die betroffenen Familien zu vernetzen. So auch dieser Tage in Jacobina, als eine Gruppe von Bauern_innen aus der Agrarrreformansiedlung Nova Esperança, im Bezirk Cansanção, die Familien in den Dörfern rund um die Goldmine in Jacobina besuchten.

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Wasser und Gold!

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Ich weiss nicht wie es Euch geht, aber für mich hat es immer wieder etwas beruhigendes, wenn ich an die Nähe eines Flusses komme und die Geräusche des vorbeifließenden Wassers vernehme. Wahrscheinlich um so mehr, seit ich hier im halbtrockenen Klima im Nordosten lebe wo es gerade einmal vier bis fünf Monate im Jahr regnet und die restliche Zeit uns die Trockenzeit in seinen Bann zieht.

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Yamana Gold zeigt sich unbeeindruckt von den Protesten und Umweltauflagen

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Als wäre der Schwerverkehr, der trotz richterlicher Anordnung nicht mehr mitten durch die Dörfer rollen dürfte, nicht schon ausreichend. Der Lärm und Staub ist furchtbar! Jetzt bohren sie zusätzlich noch ein Loch für eine neue Galerie über unseren Köpfen!” erzählten mir die Anrainer der Gemeinde Jabuticaba bei meinem gestrigen Besuch. Die über 150 Familien sind verzweifelt. Sie wissen sich kaum noch Rat gegenüber den massiven Belastungen denen sie seit Jahren ausgesetzt sind.

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Respektloser Umgang mit den Anrainerfamilien und dem Gerichtsurteil

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Wie bereits erwartet haben die Verantwortlichen, des in Jacobina ansässigen kanadischen Bergbaukonzerns JMC – Yamana GOLD, Einspruch erhoben gegen das vom örtlichen Richter gefällte Urteil zugunsten der Familien. Wie ihr Euch vielleicht noch erinnert wurde dem Bergbaukonzern die Durchfahrt der Dörfer, nach einer öffentlichen Zivilklage, wegen der starken Staub- und Lärmbelästigung ausnahmslos verboten.

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Trotz des abgewiesenen Einspruchs scheinen die Verantwortlichen der JMC – Yamana GOLD die Entscheidung nicht wirklich ernst zu nehmen. Den nach dem sich die Anwohner in den ersten Tagen über die gute Nachricht freuen durften, wurden sie sehr schnell wieder Opfer des unverantworlichen Handelns des Bergbaukonzerns. Seit Tagen rollt der LKW-Verkehr – sogar extra für den Bergbau produzierte Schwerfahrzeuge die nur in den Stollen benützt werden dürfen, da der Fahrer keine Sicht hat – wieder unbekümmert durch die Dörfer und die lokale Bevölkerung zeigt sich bestürzt und onmächtig gegenüber der Situation. “Was sollen und können wir noch tun” fragt mich Dona Maria während meinem neuerlichen Besuch im Dorf. “Sie (JMC – Yamana Gold) machen mit uns was sie wollen, sie wollen uns dazu bringen das wir von selbst unser Dorf verlassen, so wie sie es mit den Familien aus dem Nachbardorf Canavieiras de Fora gemacht haben”.

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In so einer Situation ist es wirklich schwierig und manchmal will einem der Mut verlassen. Trotzdem darf man sich nicht unter kriegen lassen. Speziell in diesem Moment ist notwendig die Familien zu begleiten, ihnen Mut zuzusprechen, Beweise zu sammeln und weiter daran zu glauben, das die letzte Entscheidung nocht nicht gefallen ist.

Siehe auch:

https://tbauerblog.wordpress.com/2014/02/13/teilerfolg-fur-die-vom-goldabbau-betroffenen-familien-der-dorfer-in-jacobina/

Teilerfolg für die vom Goldabbau betroffenen Familien der Dörfer in Jacobina

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Heute kann ich mit einer sehr guten Nachricht aufwarten. Schon seit langem begleiten wir die vom Goldabbau betroffenen Familien in den Dörfern Canavieira, Itapicuru und Jabuticaba in der Region Jacobina. Vor Jahren haben wir bereits gemeinsam mit den Familien über die Staatsanwaltschaft eine öffentliche Zivilklage eingereicht wegen der starken Staub- und Lärmbelästigung. Ich weiß nicht ob ihr Euch vorstellen könnt was es bedeutet wenn Tag und Nacht der Schwerverkehr – mit Steinen und Schlamm übervolle und unabgedeckte Kipper, Tanklastwagen mit hochgiftigen Chemikalien,… – mitten durch´s Dorf donnert. Die Belastung, der Staub und Lärm ist immens, ohne hier die Gefahren für die Kinder und Eltern zu erwähnen.

Nach langem hin und her, hat der nun zuständige Richter eine Entscheidung zugunsten der Familien gefällt. Seit gestern ist den Schwerfahrzeugen, Kippern und sonstigen Transportfahrzeugen der kanadischen Goldminenfirma JMC Yamana Gold die Durchfahrt der Dörfer verboten. Sie müssen eine eigens aus diesem Grund errichtete Strasse benützen und diese anhand der Auflagen ständig bewässern um die Staubbelastung zu reduzieren.

Wir freuen uns mit den Familien über diesen Teilerfolg – wenn auch zu spät für die Familien von Canavieira, den das Dorf wurde bereits geräumt und dem Erdboden gleich gemacht – und hoffen natürlich das auch die anderen Punkte, aufgelistet in der Zivilklage, zugunsten der Familien ausgehen werden.

Originalnachricht der Staatsanwaltschaft Bahia: http://www.mpba.mp.br/visualizar.asp?cont=5226