Brasiliens Erde ist getränkt von Auftragsmorden

©Thomas Bauer

Foto: Thomas Bauer

Ich treffe Zilma im Garten des Hauses ihres Schwagers Manoel. Sie hat sich hierher zurückgezogen, weil sie es nicht mit ansehen will, wenn der Sarg mit ihrem Mann José Raimundo Mota de Souza Júnior, 38 Jahre, vom Leichenbestatter von der Obduktion gebracht wird. Während unserer langen und innigen Umarmung, bei der mir die Worte fehlen, sagt sie mehrmals: „Das hat Júnior nicht verdient, das hat er einfach nicht verdient.“ Júnior wurde vorgestern kaltblütig durch mehrere Schüsse ermordet.

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Vom Staat für tot erklärt

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Ritual im indigenen Dorf Cajueiro Piraí zwei Tage vor dem Massaker/ Foto: Gamela

Es ist für mich sehr schwierig über den Tag des Massakers zu sprechen, denn der Schmerz und die Erinnerung an das vergossene Blut, kommt immer wieder in mir hoch.” Das sind die ersten Worte von Dilma Akroá Gamela, als ich mit ihr über die Ereignisse des 30. April in Viana, im Bundesstaat Maranhão spreche. Dilma war dabei, als 250 Fazendeiros mit Pistolen und Macheten ein Massaker anrichteten. 22 Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Nur einem Wunder ist es zu verdanken, dass keine Todesopfer zu beklagen sind.

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Brasiliens blutgetränkte Erde

UnknownEigentlich bin ich kein Freund von dieser Art von Fotos. Aber das Jahr 2017 scheint als eines der blutigsten Zeiten in die Geschichte einzugehen seit Ende der brasilianischen Militärdiktatur 1985.

Nach den Massakern in Colniza (09 Ermordete), nach dem blutigen Angriff auf Mitglieder des indigenen Volkes der Gamela Ende April dieses Jahres, bei dem es zu Schußverletzungen kam, einem Indigenen wurden die Hände mit der Machete abgeschlagen, hat die Gewalt einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht: Diesen Mittwoch, 24. Mai 2017, wurden 10 Kleinbauern (09 Männer und 01 Frau) während eines Räumungsbefehl in Pau D´Arco, im amazonischen Bundesstaat Pará, von der lokalen Polizei regelrecht exekutiert.

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Mit schwarzen Plastiksäcken und Kreuzen

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Foto: Thomas Bauer

Bekleidet mit schwarzen Plastiksäcken und Kreuzen in den Händen haben wir – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CPT (=Landpastoralkomission) und unserer Partnerorganisationen – im Zentrum von Salvador/ Bahia den 61 Ermordeten im letzten Jahr gedacht.

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Demarcation NOW!

Über 25 Brasilianische Künstler/Innen machen sich mit diesem absolut sehens- und vor allem hörenswerten Lied stark für die Rechte der Indigenen Völker ihres Landes. Dabei geht es um den Rechtsanspruch auf ihre Territorien, ein in der Verfassung garantiertes Recht, das die Regierung jedoch illegitimerweise ignoriert.

Zu viele Indigene habe schon ihr Leben im Überlebenskampf um ihrer Territorien verloren, daher: DEMARCATION NOW!

Brasilien ist nichts für Anfänger! Gedanken zum Generalstreik!

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Über 90% der Brasilianerinnen und Brasilianer sind mit der Regierung Temer unzufrieden. Eigentlich dürfte es für so eine überwältigende Mehrheit kein Problem sein, sich gegen einen derart unpopulären und kriminell an die Macht gekommenen Präsidenten und seinen Komparsen zur Wehr setzen, oder?

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„Von Tag zu Tag“: Soja-Anbau und seine Folgen

Impactos Soja Welthaus Graz (6 de 62)

Gestern Nachmittag hatte ich das Vergnügen mit Johann Kneihs während der Sendung „Von Tag zu Tag“ auf Ö1, 14:05-14:40, über die Folgen des Soja-Anbau in Brasilien zu sprechen.

Unter diesem link gibt es die Sendung noch für fünf Tage zum nachhören:

http://oe1.orf.at/programm/461831

Soja: der Fleisch gewordene Wahnsinn

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Soja: Der Fleisch gewordene Wahnsinn

In Österreich essen wir pro Kopf und Jahr mehr als 60 Kilo Fleisch. Doch der hohe Fleischkonsum hat global gravierende Folgen: Das Futter für Rind, Schwein, Geflügel & Co verbraucht zwei Drittel aller fruchtbaren Flächen weltweit. Die EU importiert einen großen Teil der benötigten Futtermittel wie Soja aus anderen Weltgegenden. Welche Folgen der Soja-Boom in den Herkunftsländer hat, zeigt Thomas Bauer in seinem Film am Beispiel Brasiliens auf. Er besucht Kleinbauern, die wegen der riesigen Gensoja-Plantagen ihr Land verloren haben und spricht mit Indigenen, die unter den Folgen der großflächig versprühten Gifte leiden. Zu Wort kommen auch ein Arzt und ein Staatsanwalt, die sich gegen alle Widerstände für die Leidtragenden einsetzen. Doch auch in Österreich profitieren die wenigsten Landwirte von einem Agrarsystem, das von ihnen verlangt, immer mehr und immer billiger zu produzieren. Wie es auch anders gehen kann, zeigt der Hofbesuch eines Biobauern in Oberösterreich. In beeindruckenden Bildern spannt der Film einen globalen Bogen von Brasilien nach Österreich regt zum Nachdenken über das gegenwärtige Handelssystem an. – Christian Köpf/ Welthaus Graz

Filmpremiere am 13. März 2017, 18:30 – Filmzentrum Rechbauerkino

Alles was bisher getan wurde, ist absolut unzureichend!

„Alles was bisher getan wurde, ist absolut unzureichend“, Bischof Geraldo Lyrio Rocha, Erzbischof der Diözese Mariana, Minas Gerais, spricht über das Verbrechen der SAMARCO/ VALE/ BHP Billiton.

Diese Serie von Kurzvideos ist Teil der Reise entlang des Flusses Rio Dock ein Jahr nach dem grössten Sozialen- und Umweltverbrechen Brasiliens, verursacht durch die Bergbaugesellschaft SAMARCO/ VALE/ BHP Billiton.

Der Bergbaukonzern missachtet permanent die Rechte der Betroffenen

Dr. Guilherme Meneghin, Staatsanwalt in Mariana, verantwortlich für die neun Zivilklagen der geschädigt-betroffenen Bevölkerung durch das grösste Soziale-und Umweltverbrechen Brasiliens der Bergbaugesellschaft SAMARCO/ VALE BHP Billiton.

Diese Serie von Kurzvideos ist Teil der Reise entlang des Flusses Rio Dock ein Jahr nach dem grössten Sozialen- und Umweltverbrechen Brasiliens, verursacht durch die Bergbaugesellschaft SAMARCO/ VALE/ BHP Billiton.