Quer durch die Monokulturwüsten

©Thomas Bauer

Nach über 20 Tagen und fast 5.000km quer durch die Bauerndörfer, die dem Sojameer trotzen, ist Das-nach-Hause-Kommen gar nicht so einfach. Die Anmaßung und Selbstgefälligkeit sowie die Gewalt der Großgrundbesitzer, provoziert durch den unermüdlich scheinenden Wunsch der Gewinnvermehrung, ist einfach immer wieder erschreckend und macht mich wütend.

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Ein langer Weg zu Recht und Gerechtigkeit

©Thomas BauerVor knapp einem Jahr wurden in Pau D´Árco im brasilianischen Bundesstaat Pará zehn Kleinbäuerinnen und -bauern von Polizisten erschossen. Nun begann in der Kleinstadt Redenção der Prozess. Ein Bericht direkt aus dem Gerichtssaal.

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Beginn des Gerichtverfahren gegen die angeklagten Polizisten des Massakers Pau D´Árco

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Mahnwache nach dem Massaker in Pau D´Árco, Redenção, Pará (Foto: CPT Nacional)

Seit Montag dieser Woche finden in Redenção, im Süden von Pará, die Anhörungen der Zeugen undAngeklagten des Massakers von Pau D´Árco statt. Bei dem Massaker am 24. Mai 2017 waren zehn Kleinbauern (09 Männer und 01 Frau) von der lokalen Polizei regelrecht exekutiert worden. Von den 29 beteiligten Polizeibeamten aus Redenção, Conceição do Araguaia und Xinguara sitzen 17 seit September vergangenen Jahres in Haft.

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Landraub für Bewässerungsprojekt

Traditionelle Gemeinden verlieren ihr gemeinschaftlich genutztes Land

II Mutirão de reflorestamento do Rio Utinga e lançamento da Campanha de Conservação da bacia do Rio Paraguaçu
Rinderherde eines Bauern im Gebiet Baixio de Irece (Foto: Thomas Bauer)

In Bahia sorgt das seit Jahren von der Politik in Brasília vorangetriebene Umleitungsprojekt des Baixio de Irece weiter für Ärger. Nun sind es die Comunidades de Fundo de Pasto, die sich dagegen zur Wehr setzen, dass sie ihr zuvor gemeinschaftliche genutztes „Funde de Pasto“-Land (in etwa Allmende-Land) für das Bewässerungsprojekt verlieren.

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Impressionen der Guarani-Kaiowá

Guarani s-l (1 de 1)

„Wir pflegen unsere Kultur, sprechen unsere Sprache, unsere Gebete, um gemeinsam stärker zu werden, um überleben zu können.“ – Genny Barbosa, Guarani-Kaiowá, Mato Grosso do Sul

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Geiseln des Fortschritts

©Thomas Bauer

Die grüne Wüste der Monokulturen aus Eukalyptus hat den Süden von Bahia fest im Griff. Einer der größten Zellstoffproduzenten der Welt, Fibria, gewinnt dort sein Holz, das nahe der Stadt Caravelas über den firmeneigenen Hafen umgeschlagen wird. Von dort geht es zur industriellen Weiterverarbeitung in die riesigen Zellstofffabriken, die auch Europa mit dem billigen Rohstoff Papier versorgen. Den Preis zahlen die traditionellen Kleinfischer*innen von Caravelas und der RESEX Cassurubá. Aber die setzen sich zur Wehr. „Geiseln des Fortschritts“ weiterlesen

Die Röhre, die niemand in der Firma kannte

Hydro assasina
Quelle: Facebook – Autor unbekannt

(Von Thomas Bauer und Christian Russau)

Aus den Klärschlammbecken der weltgrößten Aluminiumschmelze Alunorte ist toxisches Material ausgetreten. Zuerst wies die der norwegischen Norsk Hydro gehördende Alunorte den Vorwurf weit von sich, musste dann aber eingestehen, dass es vom Klärbecken eine Röhre gab, durch die der Rotschlamm entweichen konnte. Alunorte erklärte, sie habe von der Existenz dieser Röhre nichts gewußt.

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Ein Mitstreiter – Marcinho do MST – wurde erschossen

Márcio Oliveira Matos (Quelle: Facebook)
Márcio Oliveira Matos (Quelle: Facebook)

Heute vor einer Woche, am 24. Jänner 2018, haben sie Márcio Oliveira Matos, 33 Jahre, getötet. Márcio, Mitstreiter der Landlosenbewegung (MST) in Iramaia/Bahia, wurde vor seinem 6-jährigen Sohn im eigenen Heim regelrecht hingerichtet. Laut dem zuständigen Polizeichef gab es für ihn kein Entkommen. Fünf Kugeln trafen in direkt im Brust und Kopfbereich.

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Betroffene fragen: Wo bleibt Recht und Gerechtigkeit?“

Am 5. November jährt sich zum zweiten Mal die Tragödie von Mariana. Am jenem Donnerstag im Jahr 2015 brach der Damm des Rückhaltebeckens der Eisenerz-Mine der Firma Samarco nahe der Kleinstadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Millionen von Kubikkilometern gefährlichem Bergwerksschlamm machten sich auf den 680 Kilometer langen Weg bis zum Meer. Auf diesem Weg begrub ein Tsunami aus Schlamm Menschen, Häuser, Kirchen und ganze Dörfer unter sich. Der Schlamm tötete 19 Menschen. Er verseuchte das Wasser und den Boden für unabsehbare Zukunft. Die Katastrophe von Mariana gilt als die „größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Brasiliens“ Dieses … Betroffene fragen: Wo bleibt Recht und Gerechtigkeit?“ weiterlesen