Landraub in Brasilien

©Thomas BauerDas Salz der Erde. Bei Landarbeitern, Kleinbauern und Vertriebenen in Brasilien. 

Am 25. Jänner 2019 ereignet sich in der Kleinstadt Brumadinho der bis dahin größte Unfall in einem brasilianischen Bergwerk. Eine Schlammlawine begräbt Häuser und Dutzende Menschen unter sich, Ähnlich wie erst drei Jahre zuvor im nahegelegenen Ort Mariana. Es ist der tragische Höhepunkt einer langen Reihe von Schäden an Natur und Menschen, die für Brasilien kennzeichnend geworden sind. „Landraub in Brasilien“ weiterlesen

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In eigener Sache

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Es ist vollbracht… ich darf sie Euch präsentieren!

Mehrere Hände haben mitgewirkt um diese homepage zu gestalten. Mein Dank gilt Carmelo Fioraso, Freund und Web Designer, der mich mit grosser Geduld und Kompetenz auf diesem Weg begleitet hat. „In eigener Sache“ weiterlesen

Tupinambá: Für das Recht zu leben

Serra do Padeiro_Tupinambá de Olivença_Bahia_TBauer (1 de 1)Im Februar 2019 brachten die Indigenen der Tupinambá aus der Gemeinde Serra do Padeiro im Süden von Bahia bei den Behörden des Bundes und des Bundesstaates einen bösartigen Plan zur Ermordung indigener Aktivisten zu Anzeige. Die Tupinambá stehen dabei in vorderster Front eines kollektiven Kampfes um Territorialrechte. Das Attentat sollte unter dem Vorwand einer Verkehrskontrolle stattfinden, während jener dann in die Fahrzeuge indigener Führer Drogen und Waffen untergeschoben werden sollten, denen dann fälschlicherweise vorgeworfen wurde, diese Gegenstände zu besitzen und zu transportieren.

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Folia Sabino Reis

Die „Folia de Reis“ ist ein katholisches religiöses Fest portugiesischen Ursprungs, das im 18. Jahrhundert in Brasilien ankam. In Portugal hatte es Mitte des 17. Jahrhunderts den Hauptzweck, die Menschen zu unterhalten, während es hier in Brasilien einen eher religiösen als amüsanten Charakter hatte. In der Zeit vom 24. Dezember, Heiligabend, bis zum 6. Januar, „Dia de Reis“, durchquert eine Gruppe von Sängern und Instrumentalisten die Stadt und das Land und singt Verse über den Besuch der Heiligen Drei Könige beim Jesuskind. Sie gehen von Tür zu Tür, und klar gibt es zwischen den Liedern immer wieder Schnaps und Likör … Folia Sabino Reis weiterlesen

Massaker: die Pädagogik des Terrors

33714262_1907737375963046_5611279114712383488_nDas Jahr 2017 wurde von Massakern auf dem Land geprägt. Insgesamt kam es zu fünf Massakern mit 31 Opfern, das entspricht 44% aller Morde auf dem Land. In der ersten Hälfte des Jahres 2017, in etwas mehr als einem Monat, ereigneten sich die Massaker von Colniza, Vilhena und Pau D’Arco mit 22 Toten.

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Quer durch die Monokulturwüsten

©Thomas Bauer

Nach über 20 Tagen und fast 5.000km quer durch die Bauerndörfer, die dem Sojameer trotzen, ist Das-nach-Hause-Kommen gar nicht so einfach. Die Anmaßung und Selbstgefälligkeit sowie die Gewalt der Großgrundbesitzer, provoziert durch den unermüdlich scheinenden Wunsch der Gewinnvermehrung, ist einfach immer wieder erschreckend und macht mich wütend.

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Frei Henri ist unter uns, wir spüren den Puls seines Herzens

©Thomas BauerFrei Henri de Roziers, französischer Dominikanerpriester und Rechtsanwalt, übersiedelte in den 1970er Jahren nach Brasilien. In den folgenden 40 Jahren engagierte er sich in der CPT (=Landpastoralkommission) und begleitete die armen Bauern und Bäuerinnen im Bundesstaat Tocantins und Pará im konfliktreichen Norden Brasiliens. Seine letzten Lebensmonate verbrachte er in Frankreich. Er vestarb im November 2017. Doch sein Wunsch war es, inmitten der Bauern und Bäuerinnen begraben zu werden.

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Ein langer Weg zu Recht und Gerechtigkeit

©Thomas BauerVor knapp einem Jahr wurden in Pau D´Árco im brasilianischen Bundesstaat Pará zehn Kleinbäuerinnen und -bauern von Polizisten erschossen. Nun begann in der Kleinstadt Redenção der Prozess. Ein Bericht direkt aus dem Gerichtssaal.

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Widerstand in schwierigen Zeiten

Jeden abend um 17.00 Uhr versammeln sie sich in der S-Kurve an der Bundesstraße BR-155. Es sind Mitglieder der Landlosenbewegung MST, die vom nahegelegenen 13° Acampamento Pedagógico der Jugendlichen Oziel Alves Pereira kommen und sich dort in Gedenken an die 19 Ermordeten des Massaker Eldorado dos Carajás zusammenfinden und die vielbefahrene Bundesstraße für genau 19 Minuten blockieren. Die hier versammelten Jugendlichen haben einen zum Teil weiten Weg hinter sich und haben dafür keine Mühen gescheut, um aus den Nachbarbundesländern Maranhão und Tocantins extra anzureisen.

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